kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Peter Harry Carstensen Panorama ap 2009
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Krise in Schleswig-Holstein: Ministerpräsident Carstensen räumt Fehler ein

zuletzt aktualisiert: 20.07.2009 - 06:27

Kiel (RPO). Im Zusammenhang mit der umstrittenen Sonderzahlung an HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) Fehler eingeräumt und damit Vorwürfe der Opposition indirekt als berechtigt bestätigt. Die SPD hatte ihm vorgeworfen, den Landtag über die Zahlungen falsch informiert zu haben.

Carstensen erklärte, er sei möglicherweise über eine Formulierung in dem Brief an Parlamentspräsident Martin Kayenburg (CDU) "ein bisschen flott hinweggegangen". In dem Brief hieß es, der Präsidialausschuss der Bank habe die Boni in Höhe von 2,9 Millionen Euro "mit vorherigem Einverständnis der Spitzen der Landesregierungen in Hamburg und Schleswig-Holstein" sowie den Spitzen der Regierungsfraktionen beschlossen.

Carstensen sagte, er sei von der Zustimmung der Fraktionsspitzen ausgegangen, weil er keine anderslautenden Signale gehabt habe. Zuvor hatten Sprecher der SPD Carstensen der Lüge bezichtigt: "Er hat den 2,9-Millionen-Deal mit der HSH Nordbank heimlich eingestielt und das Parlament nicht rechtzeitig informiert. Schlimmer, er hat wahrheitswidrig behauptet, er habe es informiert", hatte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil gesagt.

SPD-Landeschef Ralf Stegner erklärte "Spiegel Online": "Carstensen hat mich am 30. Juni informiert. Da hatte der Präsidialausschuss, dem kein Sozialdemokrat angehört, längst entschieden."

Sogar CDU-Fraktionschef Johann Wadephul hatte Carstensen widersprochen: "Einvernehmen ist mit uns nicht erzielt worden." Der Präsident des Bundesrechnungshofes, Dieter Engels, kritisierte die Zahlungen an Nonnenmacher im "Handelsblatt" als "moralisch nicht vertretbar".

SPD droht Desaster

Nach dem Bruch der Großen Koalition stimmt der Landtag am Montag über Neuwahlen am 27. September ab. Dabei droht der SPD einer Umfrage zufolge ein Desaster. Eine Wählerbefragung von Infratest-dimap für den NDR ermittelte 36 Prozent für die CDU (minus 4,2 Prozentpunkte im Vergleich zur Landtagswahl 2005). Die SPD bricht um fast 15 Punkte auf 24 Prozent ein. Die FDP erreicht 15 Prozent (plus 8,4), die Grünen liegen bei 14 Prozent (plus 7,8).

Bei einer Direktwahl des Regierungschefs käme Carstensen auf 51 Prozent, nur 19 Prozent würden seinen SPD-Herausforderer Stegner wählen. Mehr als die Hälfte der 1007 Befragten (56 Prozent) sprachen sich dafür aus, die Wahl des Landtages auf dieses Jahr vorzuziehen.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr 

Syrische Deserteure drohen Assad

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Bundespräsident Gauck in Israel

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. Damit brachte er den Zentralrat der Muslime gegen sich auf. Gauck betreibe Geschichtsfälschung. mehr

 

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 
 

Bundesinnenminister Friedrich im Interview

Deutschland schickt 30 Polizeibeamte zur EM

Top-Services