Bundesregierung: Mittel für Atomforschung aufgestockt
zuletzt aktualisiert: 18.06.2011 - 12:38Osnabrück (RPO). Trotz des geplanten Ausstiegs aus der Atomenergie will die Bundesregierung die Mittel für die Atomforschung aufstocken. Die Förderung von Forschungseinrichtungen wie der Helmholtz-Gesellschaft steige im nächsten Jahr von derzeit 32 Millionen auf 35 Millionen Euro.
Das sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dazu kämen zehn Millionen Euro, die direkt in spezielle Forschungsprojekte flössen.
"Das zeigt: Atomforschung bleibt wichtig", sagte die Ministerin. Auch in Zukunft brauche Deutschland Kompetenz, um international sprech- und urteilsfähig zu sein.
Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende begrüßte zudem die grundsätzliche Unterstützung der Grünen-Spitze für die schwarz-gelben Ausstiegspläne. "Zu vorschnellen Koalitionsspekulationen sollte man sich deshalb nicht hinreißen lassen, aber Schwarz-Grün war in meinen Augen nie tot", sagte Schavan der Zeitung.
Der Grünen-Bundesvorstand hatte am Freitag einen Leitantrag für den Sonderparteitag am kommenden Wochenende vorgelegt, in dem er eine Zustimmung zum Ausstiegsgesetz empfiehlt. Die Grünen verlangen aber Nachbesserungen bei der Energiewende. Die Bundesregierung plant die stufenweise Abschaltung aller Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022.
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