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Streit um Kinderbetreuung: Mixa: "Würde der Frau" ist gefährdet

zuletzt aktualisiert: 11.04.2007 - 07:32

Hamburg (RPO). Der Augsburger Bischof Walter Mixa liefert in der Debatte um die Regierungspläne zum Ausbau der Krippenplätze immer neuen Zündstoff. Wenn eine Frau ihr Kind maximal ein Jahr lang betreue, dann wieder in die Wirtschaft gehe und wenig Kontakt zum Kind habe, sei das "inhuman" und gegen die "Würde der Frau", so Mixa.

"Eine Frau ist auch als Mutter eine ganz besondere Persönlichkeit", sagte Mixa in den ARD-"Tagesthemen". Keine andere Person könne eine so persönliche Beziehung zu einem Kind schaffen.

Mixa hatte in den vergangenen Wochen mehrfach heftige Kritik an den Plänen zur Verdreifachung der Betreuungsplätze für Kleinkinder geäußert. Der Augsburger Bischof hatte unter anderem kritisiert, Frauen würden so zu "Gebärmaschinen" degradiert. Am Wochenende nannte Mixa die Politik von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) familienfeindlich und "in hohem Maße ideologiegeleitet".

Die Kleinkindbetreuung ist eines der Themen der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, die am Dienstag in Bad Waldsee (Baden-Württemberg) begann. Der Vorsitzende des Gremiums, Kardinal Karl Lehmann, wies vor Beginn auf die Gemeinsamkeiten mit der Bundesregierung hin.

Wenn die Debatten zuletzt ein wenig brisanter gewesen seien, "dann deshalb, weil sich der ein oder andere Bischof zusätzlich geäußert hat." Lehmann fügte hinzu: "Deswegen sind wir aber in der Sache mit Sicherheit nicht soweit auseinander, wie es vielleicht aussieht."

Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen sagte, sowohl Mixa als auch die Ministerin hätten Recht. Die Unversöhnlichkeit zwischen beiden Positionen sei ihm "etwas unheimlich".

Quelle: afp

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