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Flüchtlingskrise
Rund 500 Iraker kehren pro Monat freiwillig zurück

Monatlich kehren rund 500 Iraker freiwillig zurück
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg. FOTO: dpa
Berlin. Im Nahen Osten verliert die Terrormiliz IS an Boden - und das hat konkrete Auswirkungen auf die irakischen Flüchtlinge in Deutschland: Pro Monat reisen rund 500 von ihnen wieder zurück in ihre Heimat. 

"Von September bis Februar sind mehr als 3000 irakische Flüchtlinge freiwillig in den Irak zurückgekehrt", sagte Kanzleramtsminister Peter Altmaier unserer Redaktion. Das Phänomen von etwa 500 Ausreisen im Monat halte an, obwohl die Flüchtlinge schon anerkannt waren oder die Aussicht auf Anerkennung hatten oder haben.

"Sie wollen sich etwa am Wiederaufbau ihrer Heimat beteiligen, nachdem die Terrororganisation Islamischer Staat dort Territorium und Einfluss verloren hat", erläuterte Altmaier. So sei etwa Tikrit von der Herrschaft des IS befreit und zurückerobert. "Es war also absolut richtig, die Peschmerga zu bewaffnen und auszubilden", unterstrich der CDU-Politiker. "Hier zeigt sich, wie man Fluchtursachen effektiv bekämpfen kann", erklärte Altmaier.

Die US-geführte Anti-IS-Koalition hatte zuvor Berechnungen vorgelegt, nach denen der IS im vergangenen Jahr 40 Prozent seiner im Irak eroberten Gebiete verloren hat, in Syrien 20 Prozent. "Militärisch haben sie Mühe", sagte ein Sprecher der Koalition in Bagdad. Seit der Eroberung der syrischen Stadt Palmyra hat der IS keine Geländegewinne mehr erreicht. Allerdings werden IS-Ableger in anderen Ländern der Region aktiver.

(brö/may-)
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