Deutsche Oper Berlin: Mozart-Stück soll wieder aufgeführt werden
zuletzt aktualisiert: 03.10.2006 - 15:35Berlin (rpo). Die abgesetzte Mozart-Oper "Idomeneo" soll noch in diesem Jahr wieder in den Spielplan der Berliner Oper aufgenommen werden. Intendantin Kirsten Harms hatte die umstrittene Inszenierung aus Angst vor islamistischen Anschlägen abgesetzt.
Dass die Oper baldmöglichst wieder gespielt werden soll, darin waren sich am Dienstag bei einer Podiumsdiskussion in der Deutschen Oper Berlins Kultursenator Thomas Flierl (Linkspartei.PDS) und Innensenator Ehrhart Körting (SPD) einig. Intendantin Kirsten Harms hatte die für November geplanten Aufführungen nach einem Sicherheitsgutachten des Landeskriminalamtes (LKA), in dem die Wiederaufnahme der Inszenierung als "ein Sicherheitsrisiko von unkalkulierbarem Ausmaß" bezeichnet wurde, abgesetzt.
In Neuenfels' Schlussszene betritt Idomeneo die Bühne und hat in einem Sack die abgetrennten Köpfe von Poseidon, Jesus, Buddha und Mohammed. Harms hält nun Aufführungen für möglich. Voraussetzung sei, die Sicherheitsanalyse des LKA werde überarbeitet und der Innensenator könne ein schlüssiges Sicherheitskonzept für die Veranstaltungen vorlegen, sagte sie.
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