kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Düsseldorf: Multikulti-Debatte - Merz sticht Roth aus

VON ROSA MOYA - zuletzt aktualisiert: 28.04.2006 - 10:06

Düsseldorf (RP). "Multikulti ist gescheitert." Davon ist Friedrich Merz überzeugt. Und damit positionierte sich der Rechtsanwalt und CDU-Abgeordnete bei der Podiumsdiskussion zum Thema "Braucht Deutschland eine Leitkultur?" klar gegen seine Diskussionspartnerin Claudia Roth.

Das "Liberale Netzwerk" hatte die Politiker eingeladen, über Wege zur Integration in Deutschland zu debattieren. Beim Treffen in der Johanneskirche in Düsseldorf stießen Merz und Roth aufeinander und lieferten sich unter der Moderation von RP-Chefredakteur Sven Gösmann ein heftiges Wortgefecht. Deutsche Leitkultur und interkulturelle Gesellschaft prallten aufeinander. Merz, bekannt für seine rhetorischen Fähigkeiten, argumentierte nach eigenen Worten "zugespitzt". Das Publikum nahm er damit von Beginn an für sich ein. Claudia Roth hatte im Auditorium kaum Chancen.

Über das Wort "Leitkultur" wollte Merz, der den Ausdruck in die politische Integrationsdebatte einführte, nicht streiten: "Wenn man das Wort falsch verstehen will, dann kann man das", gestand er seiner Kontrahentin zu. Doch Merz hielt an den Inhalten der Leitkulturdebatte fest. Sehr zum Gefallen der Zuhörer, die seinen Thesen Applaus spendeten, während sie Claudia Roths Beiträge attackierten. Bisweilen so scharf, dass Roth nicht ungestört zu Ende reden konnte.

"Wir haben unsere Traditionen, unsere Eigenarten, auch unsere Unarten", sagte Merz. Die deutsche Gesellschaft sei von der christlich-abendländischen Tradition geprägt, fügte er hinzu und stimmte damit Diskussionsteilnehmer Uwe Vetter zu, Pfarrer der Johanneskirche. Vetter hatte betont: "Wir können unsere Geschichte nicht ohne das Christentum verstehen."

Merz erwartet von Migranten, dass sie eine Gesellschaft bejahen, die auf der Basis des Grundgesetzes mit seiner Rechtsordnung besteht: etwa bei der Gleichstellung von Mann und Frau. Merz geht aber weiter und fordert Rückbesinnung auf Werte des christlichen Abendlandes. Er begrüßte die Initiative der Familienministerin Ursula von der Leyen, den Dialog über Erziehungsfragen zunächst mit den christlichen Kirchen aufzunehmen. Er forderte zudem vom Islam Respekt für das Christentum. Pfarrer Vetters Schlusswort: "Man kann Brücken bauen, aber über sie gehen müssen auch die anderen."

Quelle: Rheinische Post

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Nach dem jüngsten Massaker in Syrien ist in der internationalen Gemeinschaft eine Debatte über einen möglichen Militäreinsatz entbrannt. mehr 

Wie die Politik den Fußball verändern will

Innenminister tagen

Wie die Politik den Fußball verändern will

Die Gewalt in und um Fußballstadien beschäftigt die Innenminister. Auf ihrer Tagung in Mecklenburg-Vorpommern wollen sie beraten, wie sich R ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

144559991

Innenminister tagen

Wie die Politik den Fußball verändern will

Die Gewalt in und um Fußballstadien beschäftigt die Innenminister. Auf ihrer Tagung in Mecklenburg-Vorpommern wollen sie beraten, wie sich Randale verhindern lassen. Das Aus für Stehplätze, Gesichtsscanner beim Einlass, personalisierte Tickets - der ... Von Philipp Stempel  mehr

 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Top-Services