Prognose: Nachwahl wohl ohne Einfluss auf Sitzverteilung
zuletzt aktualisiert: 01.10.2005 - 15:11Hamburg (rpo). Die Nachwahl in Dresden wird einer Prognose zufolge keinen Einfluss mehr auf die Sitzverteilung im Bundestag haben. Zwar liegt die CDU der Umfrage zufolge klar vorn, doch für einen zusätzlichen Sitz im Bundestag werde es nicht reichen.
Wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf die in ihrem Auftrag erstellte Vorhersage am Samstag vorab berichtete, wird die CDU im Wahlkreis Dresden I zwar das Direktmandat gewinnen und auch die meisten Zweitstimmen auf sich vereinen, aber dennoch keinen Sitz hinzugewinnen.
Laut Prognose wird ihr Bewerber Andreas Lämmel mit 32 Prozent der Erststimmen das Direktmandat erobern, während Linkspartei-Bundesvize Katja Kipping (26 Prozent) und SPD-Kandidatin Marlies Volkmer (24 Prozent) das Nachsehen hätten.
Auch bei den Zweitstimmen liegt den Angaben zufolge die CDU vorn (28 Prozent). SPD und Linkspartei kämen laut Prognose jeweils auf 24 Prozent, Grüne und FDP erreichten jeweils 6 Prozent. Die Union bliebe damit den Angaben nach bei 225 Sitzen im nächsten Bundestag, die SPD käme weiterhin auf 222.
Zur nachträglichen Stimmabgabe sind am Sonntag rund 220.000 Dresdner aufgerufen. Der spätere Wahltermin in ihrem Wahlkreis 160 war nötig geworden, nachdem eine Dresdner Direktkandidatin kurz vor dem eigentlichen Wahltermin 18. September verstorben war und ein Ersatzkandidat aufgestellt werden musste.
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