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Nordrhein-Westfalen
NSU-Ausschusschefin vertrat rechtsextremen Polizistenmörder

Nadja Lüders vertrat rechtsextremen Polizistenmörder
FOTO: Bernd Schälte / Bildarchiv des Landtags Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf. Die Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses in Nordrhein-Westfalen, die SPD-Abgeordnete Nadja Lüders, hat als Anwältin einen Rechtsextremisten in einem Kündigungsschutzverfahren vertreten. Der Mann wurde später zum dreifachen Polizistenmörder.

Lüders teilte dies in einer am Donnerstagabend verbreiteten persönlichen Erklärung mit. Das Verfahren von 1999 habe keinen politischen oder gar rechtsextremistischen Hintergrund gehabt. "Der Vorgang hat nichts mit den im Ausschuss zu untersuchenden Vorgängen zu tun", betonte Lüders. Michael B. tötete ein Jahr später drei Polizisten und sich selbst.

Den Rechtsterroristen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU)
werden zehn Morde und weitere Verbrechen vorgeworfen. In mehreren Bundesländern und im Bundestag beschäftigen beziehungsweise beschäftigten sich Untersuchungsausschüsse mit Pannen und Fehlleistungen der Sicherheitsbehörden bei der Fahndung.

(dpa)
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