| 09.41 Uhr

Nato
Stoltenberg fordert höheres deutsches Wehrbudget

"Noble Jump": Nato-Speerspitze trainiert für den Ernstfall
"Noble Jump": Nato-Speerspitze trainiert für den Ernstfall FOTO: dpa, nie fpt
Berlin. Die Nato fordert ein höheres Engagement von der Bundesrepublik: Als große Volkswirtschaft sei Deutschland stärker in der Verantwortung als andere, so Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Deutschland zu einer kräftigen Erhöhung seiner Verteidigungsausgaben aufgerufen. "Ich spreche alle Verbündeten an, aber als große Volkswirtschaft fällt Deutschland stärker ins Gewicht als andere", sagte Stoltenberg der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). "Niemand erwartet, dass Deutschland das innerhalb eines Jahres tut. Wir erwarten, dass Deutschland die Kürzungen stoppt und stufenweise erhöht."

Beim Nato-Gipfel 2014 in Wales sei gemeinsam entschieden worden, die Ausgaben schrittweise zu erhöhen, um innerhalb eines Jahrzehntes in allen Nato-Staaten zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung auszugeben, betonte Stoltenberg. Die deutschen Ausgaben liegen laut einer Nato-Aufstellung derzeit bei 1,2 Prozent.

Deutsch-Niederländisches Korps führt Eingreiftruppe FOTO: Helmut Michelis

Stoltenberg begrüßte die Ankündigung, dass Deutschland nächstes Jahr damit beginnen will, seine Investitionen in die Verteidigung zu erhöhen. Innerhalb der Allianz sehe er Deutschland in einer historischen Verantwortung: "Viele Jahre hat Deutschland von den Sicherheitsgarantien der kollektiven Verteidigung profitiert, und nun sollten wir sicherstellen, dass unsere östlichen Verbündeten den gleichen Nutzen daraus ziehen", forderte er. Stoltenberg wird an diesem Dienstag zu einem Festakt anlässlich des 60. Jubiläums der deutschen Nato-Mitgliedschaft in Berlin erwartet.

(AFP)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg fordert höheres Wehrbudget


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.