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Neonazi-Konzert in Themar
Polizei ermittelt wegen Hitlergruß von Rechtsrock-Besuchern

Fotos: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Neonazi-Konzert
Fotos: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Neonazi-Konzert FOTO: rtr, MR/ /KV
Themar/Erfurt. Nach dem Neonazi-Konzert im thüringischen Themar ermittelt die Polizei wegen der Verwendung des Hitlergrußes. Anlass ist offenbar ein in den sozialen Netzwerken geteiltes Video, das laut Polizei bei dem Konzert aufgenommen wurde.

Auf dem Video sei zu sehen, wie Dutzende Teilnehmer des Konzerts am Samstag wiederholt den Hitlergruß zeigen, hieß es am Montag vonseiten der Polizei in Erfurt. Die Polizei bat die Nutzer auf Twitter und Facebook, weitere Originalaufnahmen einzusenden. Das Video habe der Urheber aufgrund "massiver bundesweiter Nachfrage" wieder gelöscht, schrieb die Polizei am Montag bei Twitter:

Unterdessen gab es Kritik am Vorgehen der Polizei. Viele Nutzer forderten in den sozialen Medien, die Polizei hätte die Versammlung nach den Gesetzesverstößen auflösen müssen. 

Laut Innenministerium wurden 46 Strafanzeigen bei der Veranstaltung in Themar aufgenommen, unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Bedrohung, Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz. Sechs Menschen wurden vorläufig festgenommen, von 440 weiteren wurde die Identität festgestellt.

Zu dem Konzert kamen laut Polizei rund 6000 Rechte. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow forderte eine Präzisierung des Versammlungsrechts, um Rechtsrock-Konzerte künftig einfacher verbieten zu können.

(oko/dpa)
 
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