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Neonazis Deutschland afp 2010 Panorama
  Foto: AFP, AFP
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Gefahr von "Rechts": Neonazis unterwandern Sportvereine

VON GREGOR MAYNTZ - zuletzt aktualisiert: 19.01.2011 - 06:18

Berlin (RP). Unter dem doppelsinnigen Titel "Foul von Rechts" haben Familienministerin Kristina Schröder und Innenminister Thomas de Maizière (beide CDU) davor gewarnt, dass Rechtsextreme ihr Gedankengut vermehrt in die Gesellschaft einsickern ließen und den Sport dabei als "Angriffspunkt" nutzten.

"Es gibt eine strategische Unterwanderung von Sportvereinen", sagte Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Durch ihr freiwilliges Engagement versuchten sie Sympathien zu gewinnen – und irgendwann tauchten Nazi-Symbole bei Sportveranstaltungen auf.

"Das Böse kommt oft in der Maske des Guten", sagte der Präsident des Deutschen Fußballbundes, Theo Zwanziger. Er berichtete, dass er immer häufiger Briefe erhalte, die "nicht so ganz zart" geschrieben seien und in denen etwa verlangt werde, die erste Strophe der Nationalhymne zu singen. Zwanziger: "Wir müssen dem schleichenden Gift des Nationalsozialismus entgegentreten."

Sportfunktionäre und Bundesminister verabredeten eine engere Zusammenarbeit. Die Sportvereine sollen nun einen Leitfaden erhalten mit Tipps, wie sie mit bestimmten Situationen besser umgehen können. Familienministerin Schröder stellt von diesem Jahr an bis 2014 jährlich 24 Millionen Euro bereit, um damit lokale Aktionspläne, Modellprojekte und landesweite Beratungsnetzwerke zu unterstützen.

Die neue Initiative verbinden die Minister und die Sportorganisationen mit der Hoffnung, Sportvereine für das latente Problem zu sensibilisieren und darauf hinweisen zu können, wie sie sich des wachsenden Problems erwehren. Wichtigste Zielgruppe sind nach den Worten von Schröder auch deshalb die Sportvereine, weil dort rund die Hälfte aller 16- bis 25-Jährigen eingebunden sei. "Jegliche Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung ist menschenverachtend und zerstört das, wofür Sport steht: Fairness und Miteinander", unterstrich Schröder.

Quelle: RP

 
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