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V-Mann "Corelli"
Neue Panne beim Verfassungsschutz

Neue Panne beim Verfassungsschutz wegen V-Mann "Corelli"
Der Verfassungsschutz steht erneut in der Kritik FOTO: dpa
Berlin. Beim Bundesamt für Verfassungsschutz gibt es nach Medienberichten im Fall des früheren V-Manns "Corelli" eine neue Panne. Die Grünen erhöhen daher den Druck auf Behördenchef Maaßen.

Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", WDR und NDR sind nach dem Fund eines von "Corelli" benutzten Handys nun auch noch weitere Sim-Karten aufgetaucht, die der V-Mann vor seinem Tod 2014 benutzt hatte. In der Bundesregierung hat dem Bericht zufolge das wiederholte verspätete Auftauchen von Datenträgern Ärger und Unverständnis ausgelöst.

"Corelli" galt lange als eine Schlüsselfigur im NSU-Skandal und bei den Ermittlungen um mögliche Verwicklungen des Verfassungsschutzes in die Aktivitäten der rechtsterroristischen Gruppe. Er kannte den mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos, Kontakte zum NSU während der Zeit im Untergrund konnten ihm bislang jedoch nicht nachgewiesen werden.

Als Reaktion auf die neuste Entwicklung wollen die Grünen den Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen am Donnerstag im NSU-Untersuchungsausschuss hören. "Das BfV hat aus dem NSU-Versagen nichts gelernt" sagte die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Irene Mihali. Nach wie vor herrsche beim Verfassungsschutz absolutes Chaos. "Verantwortlich dafür ist Präsident Maaßen. Wir erwarten, dass er morgen vor dem NSU-Untersuchungsausschuss zu den Vorgängen Stellung nimmt."

(crwo/dpa)
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