kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Nach Kritik von SPD-Politiker: Neuer Streit über Rente mit 67

zuletzt aktualisiert: 22.06.2009 - 10:58

Berlin (RPO). Die Rente mit 67 Jahren ist drei Monate vor der Bundestagswahl wieder zum Zankapfel geworden. Durch die Wirtschaftskrise sei die Anhebung des Rentenalters nicht sinnvoll, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Pronold. Der CDU-Politiker Karl-Josef Laumann erklärte dagegen, es gebe keine Alternative dazu. Die Linke lehnt die Anhebung des Rentenalters ab. Sie bot den Sozialdemokraten am Montag an, gemeinsam das "Wahnsinnsprojekt" zu stoppen.

Pronold sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich gehe davon aus, dass die Rente mit 67 wegen steigender Arbeitslosenzahlen in der Wirtschaftskrise nicht in Kraft treten kann." Der designierte neue SPD-Landesvorsitzende in Bayern verwies auf die Überprüfungsklausel. "Schon jetzt ist abzusehen, dass die im Gesetz vorgeschriebene Überprüfung ergeben wird, dass Ältere auf dem Arbeitsmarkt immer schlechtere Chancen haben. Wir müssen diese Überprüfungsklausel ernst nehmen und gegebenenfalls reagieren."

Laumann wies dies zurück. "Die Prüfklausel muss man ernst nehmen, sie steht im Gesetz", sagte der nordrhein-westfälische Arbeitsminister und Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA. "Es gibt aber keine Alternative zur Rente mit 67, und die Krise am Arbeitsmarkt wird nicht ewig dauern."

Mehr zum Thema

Koalitionsspitzen lehnen Pläne  ab

Die Koalitionsparteien CDU und SPD stellten am Nachmittag noch einmal klar, an der umstrittenen Rente mit 67 festhalten zu wollen. Die Generalsekretäre beider Parteien, Ronald Pofalla (CDU) und Hubertus Heil (SPD) erklärten, dass es in dieser Frage keine neuen Pläne gebe.

Pofalla sagte, es gebe "keine Veranlassung, irgendeine Veränderung vorzunehmen". Er wertete die Vorstöße einzelner SPD-Politiker, die Rente mit 67 abzuschaffen, als "offene Revolte" gegen Parteichef Franz Müntefering. Die "Demontage" von Müntefering in der SPD gehe weiter. Müntefering hatte als Bundesarbeitsminister die Rente mit 67 einst eingeführt.

SPD-Generalsekretär Heil sagte: "Wir sind der Überzeugung, dass das, was wir vorgeschlagen haben, richtig ist." Heil verwies auf den "veränderten demografischen Aufbau" der Gesellschaft. Deshalb bleibe es im Kern wie beschlossen.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Lothar Bisky, sieht sich durch die erneute Diskussion über die Rente mit 67 derweil in seiner Kritik bestätigt. "Wir haben diese Rente von Anfang an bekämpft", sagte Bisky im rbb-Inforadio. Diejenigen, die die Anhebung des Rentenalters im Bundestag "in einem Machtrausch" angenommen hätten, sollten sie jetzt auch rasch wieder beseitigen. "Die Rente mit 67 muss weg - das ist eine Frage der Vernunft", sagte Bisky.

Ernst kritisiert Wahlkampfgetöse

Der stellvertretende Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst, kommentierte die neue Debatte über die Aufschiebung der Rente ab 67 mit den Worten: "Das ist unglaubwürdiges Wahlkampfgetöse." Die Anhebung des Rentenalters sei nicht aufzuhalten, solange sich die Sozialdemokraten selbst fesselten.

"Die SPD hat sich mit ihrer hirnlosen Frontstellung nach links aller sozialen Reformperspektiven beraubt", erklärte Ernst. Weder mit der Union noch mit der FDP werde sich etwas ändern lassen. "Die Rente ab 67 wäre nur mit der Linken zu stoppen." An ihr werde auch im neuen Bundestag "die Beerdigung dieses Wahnsinnsprojekts nicht scheitern".

Quelle: AP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den ... mehr 

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem KZ in Polen entschuldigt. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den Weg gebracht. Profitieren können auch Berufstätige. Nun muss das Kabinett den Entwurf verabschieden. Am Mittwoch billigte es zunächst Schröders ... von Eva Quadbeck  mehr

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

Top-Services