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Absage
Lammert wird kein Bundespräsident

Norbert Lammert wird kein Bundespräsident
Lammert ist bislang noch Präsident des Bundestages FOTO: dpa
Berlin. Jetzt ist es definitiv: Bundestagspräsident Norbert Lammert will nicht Bundespräsident werden. Der CDU-Politiker erteilt den Spekulationen über seine Person eine klare Absage.

"Ohne Wenn und Aber" stehe er zu seiner Aussage in einem Interview mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) vor einem Jahr, ließ der Bochumer CDU-Politiker mitteilen. Damals hatte Lammert auf die Frage, ob er 2017 für die Nachfolge von Joachim Gauck antreten würde, geantwortet: "Ich glaube, dass das für mich nicht das richtige Amt ist und ich für das Amt nicht der richtige Kandidat bin." Dem sei nichts hinzuzufügen, sagte Lammert nun der "WAZ".

Der 67-Jährige hatte am Montag schriftlich erklärt, dass er im Herbst 2017 nicht wieder für den Bundestag kandidiert und sich aus der "aktiven Politik" verabschiedet. Am Dienstag hatte er auf Nachfrage offengelassen, ob sich damit auch eine Kandidatur als Bundespräsident erledigt hat. Lammert war in den vergangenen Monaten immer wieder als möglicher Nachfolger des scheidenden Bundespräsidenten gehandelt worden. Gauck hatte Anfang Juni bekannt gegeben, dass er aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren werde. Im Februar kommenden Jahres wird sein Nachfolger gewählt.

Lammert sitzt seit 1980 im Bundestag. Seit 2005 ist er Bundestagspräsident - das protokollarisch zweithöchste Staatsamt in Deutschland.

(crwo/dpa)
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