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Nordkorea-Konflikt
Bundesregierung plädiert für Verhandlungslösung

Nordkorea-Konflikt: Bundesregierung plädiert für Verhandlungslösung
CDU-Politiker Jürgen Hardt (Archivbild). FOTO: Jürgen Moll
Berlin. Anlässlich der Asienreise von US-Präsident Donald Trump befürwortet die Bundesregierung im Nordkorea-Konflikt eine Verhandlungslösung nach dem Vorbild des Abkommens mit dem Iran. Entscheidend sei zudem die Rolle Chinas, sagte CDU-Politiker Jürgen Hardt.

"Da ist es natürlich nicht hilfreich, dass der Präsident genau dieses Iran-Nuklearabkommen in Amerika immer wieder in Frage stellt und jetzt auch noch mal grundsätzlich auf den Prüfstand stellen will", sagte der Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit, Jürgen Hardt, am Freitag im RBB-Inforadio.

Besser wäre nach Ansicht des CDU-Politikers eine Erklärung Trumps, dass eine Verhandlungslösung mit Nordkorea auch für die USA eine Option sei. Zudem komme es entscheidend auf China an. "Ohne China im Boot der Vereinten Nationen, die Druck ausüben auf Nordkorea, kann dieses Problem der atomaren Bewaffnung Nordkoreas nicht gelöst werden", betonte Hardt.

China verteidigt sein Vorgehen

Trump bricht an diesem Freitag zu einer zwölftägigen Asienreise auf. Schwerpunkt wird der Konflikt mit Nordkorea sein. Die USA erwägen nach den Worten des Sicherheitsberaters Herbert Raymond McMaster, Nordkorea wieder auf ihre Liste von Terror-Unterstützerstaaten zu setzen. Nordkorea bereitet nach Einschätzung des südkoreanischen Geheimdienstes möglicherweise neue Raketentests vor.

China hat hingegen vor dem Besuch des US-Präsidenten sein Vorgehen in der Nordkorea-Krise verteidigt. Die Regierung in Peking habe alles getan, was möglich sei, um die Probleme auf der koreanischen Halbinsel zu lösen, sagte Vize-Außenminister Zheng Zeguang am Freitag.

Chinas Präsident Xi Jinping werde mit Trump über das Thema sprechen. Beide Länder hätten ein gemeinsames Interesse an Frieden und Stabilität auf der Halbinsel. Trump besucht auf seiner Reise Japan, Südkorea, China, Vietnam und die Philippinen. Der letzte US-Präsident, der sich so lange in Asien aufhielt, war George H.W. Bush Ende 1991/Anfang 1992.

(ate/dpa/reu)
 
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