Anwalt und Geldgeber der Partei: NPD-Vize Jürgen Rieger tot
zuletzt aktualisiert: 30.10.2009 - 06:41Berlin (RPO). Der stellvertretende Vorsitzende der rechtsextremen NPD, Jürgen Rieger, ist tot. Nach Angaben auf der Webseite des Rechtsanwalts starb er am Donnerstag kurz nach 13.00 Uhr. Seit einem Schlaganfall am Wochenende hatte der 63-Jährige in einer Spezialklinik um sein Leben gerungen.
Der Anwalt zählte zu den bekanntesten Rechtsextremen in Deutschland. Zugleich war er einer der wichtigsten Kreditgeber der NPD, die nach der Untreue-Affäre um ihren im vergangenen Jahr verurteilten Bundesschatzmeister Erwin Kemna in finanziellen Schwierigkeiten steckt.
Rieger hatte unter anderem Schlagzeilen gemacht durch seine Versuche, Immobilien zu kaufen und dort Schulungszentren der rechten Szene aufzubauen. Zuletzt wollte Rieger offenbar ein Hotel im niedersächsischen Faßberg erwerben. Ein vergleichbarer Fall in Delmenhorst liegt rund drei Jahre Zurück.
Die NPD ist derzeit in zwei Landesparlamenten vertreten: in Sachsen und in Mecklenburg-Vorpommern. Den Wiedereinzug in den sächsischen Landtag schaffte die rechtsextreme Partei bei den Wahlen Ende August.
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