kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Sponsoring-Affäre: NRW-CDU wirft SPD Scheinheiligkeit vor

zuletzt aktualisiert: 23.02.2010 - 11:09

Berlin (RPO). NRW-CDU-Landesvize und Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat der SPD in der "Sponsoring"-Affäre vorgeworfen, scheinheilig zu argumentieren. "In den letzten Stunden ist deutlich geworden, dass die SPD bei ihren Veranstaltungen das Gleiche tut", sagte Uhlenberg am Dienstag.

Das Kartenhaus der SPD aus schmutzigen Angriffen und unwahren Vorwürfen sei in sich zusammengefallen. NRW-SPD-Chefin Hannelore Kraft müsse "jetzt aufhören, durch weitere Verleumdungen dem Amt des Ministerpräsidenten und der politischen Kultur in unserem Land Schaden zuzufügen".

Uhlenberg bezog sich auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Demnach gab es für den SPD-Landesparteitag 2009 in Halle Angebote an Firmen. Die Unternehmen konnten demnach unter "besondere Wünsche" angeben, welche SPD-Gesprächspartner "aus besonderen Fachbereichen" sie sich wünschten und welche Foto-Termine mit SPD-Promis sie sich vorstellen konnten.

Ein NRW-SPD-Sprecher wies den Vergleich zurück. Anders als bei der CDU gebe es bei der SPD keine Angebote an Unternehmen, gegen Geld ein exklusives Einzelgespräch mit Spitzenpolitikern zu führen.

Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Renate Künast, kritisierte Schwarz-Gelb wegen der Sponsoring"-Affäre scharf. "Ministerpräsident Jürgen Rüttgers lässt sich von der Wirtschaft zum Gespräch einkaufen, Westerwelles Klientelpartei bedient Hoteliers und kündigt gleichzeitig den sozialen Frieden auf", sagte Künast am Dienstag in Berlin. Union und FDP hätten den Bezug zur Lebenswirklichkeit der Menschen verloren.

Unserer Redaktion liegen Briefe der NRW-CDU vor, die dokumentieren, dass Unternehmen für den Landesparteitag am 20. März in Münster nicht nur Ausstellungsfläche erwerben konnten, sondern auch vertrauliche Unterredungen mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU). Für 20 000 Euro konnten Kunden ein sogenanntes Partnerpaket für den Parteitag kaufen, das neben einem mehr als 15 Quadratmeter großen Stand auch "Einzelgespräche mit dem Ministerpräsidenten und den Minister/innen" verspricht. Ohne Rüttgers-Einzelgespräch sollten demnach für den Stand 14 000 Euro bezahlt werden.

Wegen der Sponsoring-Affäre sind inzwischen Forderungen nach einer Änderung des Parteiengesetzes laut geworden. Sponsoring sollte in das Gesetz aufgenommen werden, sagte Grünen-Schatzmeister Dietmar Strehl der Tageszeitung "Die Welt" vom Dienstag. Bestimmte Zuwendungen sollten öffentlich gemacht werden. Der stellvertretende Linken-Vorsitzende Klaus Ernst forderte eine "Komplettrevision der Parteienfinanzierung".

Nordrhein-Westfalens Generalsekretär Hendrik Wüst war am Montag wegen der Affäre zurückgetreten. Die NRW-CDU hatte Unternehmern für 6000 Euro vertrauliche Gespräche mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) auf dem Landesparteitag im März angeboten. Dies ergibt sich aus Werbebriefen der Partei an potenzielle Sponsoren. Rüttgers hatte dazu erklärt, er habe die Briefe nicht gekannt und Wüst angewiesen, die Aktion sofort zu beenden. SPD-Chefin Hannelore Kraft hatte daraufhin den Rücktritt von Rüttgers gefordert.

Quelle: AFP/pst

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den ... mehr 

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem KZ in Polen entschuldigt. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den Weg gebracht. Profitieren können auch Berufstätige. Nun muss das Kabinett den Entwurf verabschieden. Am Mittwoch billigte es zunächst Schröders ... von Eva Quadbeck  mehr

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

Top-Services