kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Umstrittenes Wahlprogramm: NRW-Linke bestreitet Dissens mit Bundespartei

zuletzt aktualisiert: 25.10.2009 - 07:35

Düsseldorf (RPO). Die nordrhein-westfälische Linkspartei sieht keine schwerwiegenden Differenzen mit der Bundespartei wegen ihres umstrittenen Programmentwurfs zur Landtagswahl am 9. Mai 2010.

"Es gibt keine Spaltung zwischen Bundespartei und Landesverband über den Entwurf zum Wahlprogramm. Wir diskutieren und es gibt bei einigen Punkten unterschiedliche Ansichten", sagte die Vorsitzende der NRW-Linken, Katharina Schwabedissen, der Nachrichtenagentur ddp.

Die Linke fordert in dem Vorstandsvorschlag für das Wahlprogramm unter anderem die Verstaatlichung von Großbetrieben, die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, die Abschaffung der Schulnoten, die Ersetzung des Schulfaches Religion durch Ethikunterricht und in der Drogenpolitik ein "Recht auf Rausch". Der Programmentwurf hatte Kritik außer- und innerhalb der Linken ausgelöst.

Die Linke werde den Programmentwurf auf einem Parteitag am 7. und 8. November in Hamm debattieren und beschließen, sagte die Landesvorsitzende. Dabei werde es "Änderungen und Überarbeitungen" an dem Programm geben.

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, hatte Korrekturen an dem NRW-Entwurf angekündigt. Gysi wird möglicherweise an dem Parteitag in Hamm teilnehmen. Linke-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch hatte von "Kinderkrankheiten" in westlichen Landesverbänden gesprochen.

Linke-Bundesgeschäftsführer Bartsch habe "sicherlich eine andere Herangehensweise als viele im NRW-Landesverband, die für eine radikale Realpolitik stehen", sagte Schwabedissen.

"Die politischen Reaktionen und die mediale Debatte über das Programm sind teilweise absurd", sagte Schwabedissen. Die "Empörung" über die Forderung nach einem "Recht auf Rausch" empfinde sie "als heuchlerisch in einer Gesellschaft, in der gerade viele Manager Koks konsumieren", sagte die Landeschefin weiter.

"Ich persönlich bin der Meinung, dass wir beispielsweise konkreter fassen müssen, dass wir nicht für die Abschaffung von Staatsanwaltschaften und Gerichten sind, sondern uns eine Gesellschaft wünschen, in der solche Institutionen nicht mehr notwendig sind", so Schwabedissen. Die Linke müsse "deutlich machen, dass wir den Religionsunterricht nicht grundsätzlich abschaffen, sondern einen Ethikunterricht als Alternative einführen wollen".

"Im Mittelpunkt des Programms steht die Forderung nach einem Politikwechsel. Wir wollen Zeit, Geld und Macht umverteilen. Diese Gesellschaft muss sozialer werden, etwa durch eine 30-Stunden-Woche in der Arbeitswelt und die Einführung einer Gemeinschaftsschule für faire Bildungschancen", sagte Schwabedissen. Auf dieser Grundlage sei die Linke "nach unserem Einzug in den Landtag zu Gesprächen mit SPD und Grünen bereit". Bisher seien es NRW-SPD-Chefin Hannelore Kraft und die Grünen-Vorsitzenden, "die eine inhaltliche Debatte verweigern", kritisierte die Linke-Politikerin.

Quelle: DDP/sdr

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Nach dem jüngsten Massaker in Syrien ist in der internationalen Gemeinschaft eine Debatte über einen möglichen Militäreinsatz entbrannt. mehr 

Wie die Politik den Fußball verändern will

Innenminister tagen

Wie die Politik den Fußball verändern will

Die Gewalt in und um Fußballstadien beschäftigt die Innenminister. Auf ihrer Tagung in Mecklenburg-Vorpommern wollen sie beraten, wie sich R ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Innenminister tagen

Wie die Politik den Fußball verändern will

Die Gewalt in und um Fußballstadien beschäftigt die Innenminister. Auf ihrer Tagung in Mecklenburg-Vorpommern wollen sie beraten, wie sich Randale verhindern lassen. Das Aus für Stehplätze, Gesichtsscanner beim Einlass, personalisierte Tickets - der ... Von Philipp Stempel  mehr

 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Top-Services