Kommunalwahl 2009: NRW-SPD bietet Karrierechance
zuletzt aktualisiert: 08.03.2006 - 11:38Düsseldorf (rpo). Anders als die NRW-Landesregierung will die SPD in NRW die Amtszeit der Bürgermeister nur auf sechs Jahre anheben, nicht auf acht. Zudem wollen die Sozialdemokraten verstärkt auf Mitgliederfang gehen. Es gibt Karrierechancen: Denn die SPD sucht auch neue Gesichter für die Kommunalwahl 2009.
Die nordrhein-westfälische SPD schlägt in der Debatte um die Reform der Kommunalwahlen in NRW eine sechsjährige Amtszeit von Bürgermeistern, Oberbürgermeistern und Landräten vor. Dies sei eine mögliche Perspektive, über die diskutiert werden könne, sagte SPD-Generalsekretär Michael Groschek am Mittwoch in Düsseldorf. Eine Abkopplung ihrer Wahl von der Wahl der Räte lehnte er ab. Dies sei "nicht verhandelbar", betonte er.
Schwarz-Gelb will dagegen die Amtszeit der Verwaltungschefs von fünf auf acht Jahre anheben und ihre Wahl von der der Räte abkoppeln. Er glaube nicht, dass seine Partei dies mittragen werde, betonte der Generalsekretär.
Neue SPD-Mitglieder gesucht
Derweil will die SPD in diesem Jahr ihre Bemühungen zur Werbung neuer Mitglieder verstärken. Groschek kündigte dazu eine Mitgliederkampagne gemeinsam mit der Bundespartei an. Ende Februar hatten in NRW rund 159 600 Bürger ein SPD-Parteibuch im Vergleich zu 167 000 zum Vergleichszeitpunkt 2005. Vor 15 Jahren lag die Mitgliederzahl des größten Landesverbandes der Sozialdemokraten bei knapp unter 200 000.
Die Situation habe sich aber nach den sehr schwierigen Jahren 2003 und 2004 mit starken Mitgliederverlusten "deutlich entspannt", betonte Groschek. So seien im vergangenen mit 5326 mehr Eintritte als Austritte (5149) verzeichnet worden. Die Zahl der Eintritte habe die aus dem Vorjahr zudem um mehr als 1000 übertroffen. Dieser Trend setze sich in diesem Jahr fort.
Derweil sucht der Landesverband neue Gesichter für die Kommunalwahl 2009. Es würden 3000 neue Kandidaten für ein Mandat in Räten, Kreistagen oder Bezirksvertretungen gesucht, betonte Groschek. Sie sollen durch Qualifizierungsmaßnahmen in Akademien und Bildungseinrichtungen fit für eine politische Arbeit gemacht werden, wie der Generalsekretär erläuterte.
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