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Weitere Protestaktionen befürchtet: NRW will härter gegen Tamilen-Demos vorgehen

zuletzt aktualisiert: 18.05.2009 - 21:40

Düsseldorf (RPO/RP). Die Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen befürchten nach dem Tod des tamilischen Rebellenführers weitere Protestaktionen in NRW. Im Düsseldorfer Regierungsviertel wurden Kräfte der Bereitschaftspolizei zusammengezogen.

Ein Sprecher des Innenministeriums kündigte an, Straftaten würden "mit aller Konsequenz verfolgt". Am Wochenende hatten tamilische Demonstranten die Autobahn 52 für zwei Stunden blockiert, ohne dass die Polizei eingegriffen hatte.

Die Einsatzleitung verteidigte das Vorgehen. "Um mehrere hundert Personen ordnungsgemäß festzunehmen und sie ins Polizeigewahrsam zu bringen, hätten wir zusätzliche Kräfte anfordern müssen", erklärte Polizeisprecher Wolfgang Rodax.

Politiker von CDU, SPD und FDP verlangten eine härtere Vorgehensweise gegen die Demonstranten. Am Landtag will die Polizei künftig keine Störungen mehr dulden. Gestern wurden Lautsprecher und Megaphone im Protestcamp der Tamilen untersagt.

Wolfgang Bosbach, Fraktionsvize der Union im Bundestag, erinnerte daran, dass das Recht zur Ausweisung von Ausländern wegen Landfriedensbruchs schon 1996 verschärft wurde. Damals hatten Kurden die Autobahn 4 blockiert.

Regierung in Sri Lanka meldet Tod des LTTE-Führers

Das staatliche Fernsehen hatte zuvor am Montag gemeldet, Rebellenführer Velupillai Prabhakaran sei am Morgen getötet worden. Der 26 Jahre andauernde Bürgerkrieg sei beendet. Die LTTE sei zerschlagen. Im ganzen Land feierten die Menschen das Ende des blutigen Krieges. In der Hauptstadt Colombo zogen Bewohner tanzend und singend durch die Straßen.

Der Bürgerkrieg der Rebellen der 1975 gegründeten Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) dauerte seit 1983 an. Am Sonntag hatten die letzten von den Regierungstruppen eingeschlossenen LTTE-Kämpfer angekündigt, ihre Waffen niederzulegen.

Die Streitkräfte nahmen das noch von ihnen gehaltene Gebiet bis zum Montagmorgen ein. Dabei seien bereits am Sonntagabend zahlreiche ranghohe LTTE-Kommandeure getötet worden, hieß es.


 
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