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NSA-Ausschuss
Zeuge soll Hinweise auf US-Wirtschaftspionage geliefert haben

Wer hört wen ab - und was man dagegen tun kann
Wer hört wen ab - und was man dagegen tun kann FOTO: dpa, Jens Büttner
Hamburg. Im Zuge der BND-Affäre ist immer wieder darüber spekuliert worden, dass der US-Geheimdienst NSA auch deutsche Unternehmen ausgespäht hat. Einem Medienbericht zufolge hat sich dieser Verdacht nun erhärtet.

In der BND-Affäre erhärtet sich einem Magazinbericht zufolge der Verdacht der Wirtschaftsspionage des US-Geheimdienstes NSA gegen deutsche Firmen in Zusammenarbeit mit dem BND. Ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) habe im NSA-Untersuchungsausschuss in geheimer Sitzung eingeräumt, Suchbegriffe mit deutschen Firmennamen zu kennen, berichtete der "Spiegel" am Freitag vorab. "Wir haben das mal gefunden", habe der Mann gesagt. Derlei Einträge seien "mal aufgetaucht".

Dem Bericht zufolge hatten Parlamentarier den Zeugen, der beim BND für die Prüfung und Löschung kritischer Selektoren zuständig gewesen sei, mit einer Liste von Namen aus dem Archiv des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden konfrontiert. Unter den 31 Einträgen fänden sich Firmen wie Mercedes, Deutsche Bank, der Wertpapierdienstleister Clearstream und die Telekommunikationsfirma Debitel. Der Mitarbeiter äußerte sich den Angaben zufolge aber nicht dazu, ob und wie lange die Selektoren aktiv waren und die NSA mithilfe des BND deutsche Ziele ausgespäht hat.

Der "Spiegel" berichtete zudem aus BND-Akten, der deutsche Auslandsgeheimdienst habe seit den 50er Jahren im Auftrag des Kanzleramts jahrzehntelang bei Nato-Verbündeten spioniert, etwa unter den Kanzlern Konrad Adenauer (CDU) und Helmut Schmidt (SPD).

(REU)
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