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OB-Wahl in Dresden
Eva-Maria Stange liegt knapp vor Dirk Hilbert

OB-Wahl in Dresden: Kein klarer Sieger absehbar
Der amtierende Bürgermeister aus Dresden, Dirk Hilbert (FDP) gibt in einer Schule seine Stimme ab. FOTO: dpa, mhi ink
Dresden . Bei der Oberbürgermeister-Wahl in Dresden hat sich am frühen Sonntagabend zunächst kein klarer Sieger abgezeichnet. Nach Auszählung von 441 der 445 Wahlbezirke lieferten sich die SPD-Politikerin Eva-Maria Stange und der amtierende Erste Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die Kandidatin der anti-islamischen Pegida-Bewegung steht kurz vor Ende der Auszählung bei fast zehn Prozent. Nach der Auszählung von 441 der 445 Wahlbezirken erreichte Tatjana Festerling am Sonntagabend einen Stimmenanteil von 9,7 Prozent. Die Wahl steht wegen der Pegida-Bewegung, die seit Monaten mit ihren Kundgebungen in der sächsischen Landeshauptstadt für Schlagzeilen sorgt, unter besonderer Beobachtung. In Umfragen vor der Wahl lag die Pegida-Kanidatin nur bei etwa zwei Prozent.

Vorn lag in der Abstimmung zunächst mit mehr als 35 Prozent die SPD-Politikerin und sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange. Nur knapp dahinter lag der amtierende Erste Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der als unabhängiger Kandidat antrat. Abgeschlagen auf Platz drei landete der CDU-Kandidat, Sachsens Innenminister Markus Ulbig. Damit droht den Christemokraten der Verlust einer weiteren Großstadt.

Da im ersten Wahlgang voraussichtlich keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen wird, wird es am 5. Juli einen zweiten Wahlgang geben. Die bisherige Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hatte ihr Amt im Februar aus gesundheitlichen Gründen abgegeben.

Insgesamt waren mehr als 430.000 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Wahlamts deutlich höher als bei der OB-Wahl 2008. Die bisherige Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hatte ihr Amt im Februar aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. Seitdem führte Hilbert die Amtsgeschäfte. Die CDU droht mit Dresden nun eine weitere Großstadt zu verlieren.

(AFP)
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