Weißes Haus bestätigt Besuchstermin: Obama besucht im Juni Buchenwald
zuletzt aktualisiert: 01.06.2009 - 13:31Berlin/Washington (RPO). Das Weiße Haus hat die Reisepläne von US-Präsident Barack Obama bestätigt. Anfang Juni will er erneut nach Deutschland kommen. Die Routenplanung sieht neben Deutschland, Frankreich und Ägypten vor.
Bereits zuvor war inoffiziell verlautet, Obama werde zusammen mit seiner Frau am 4. und 5. Juni Station in Dresden und Weimar machen und dabei die Gedenkstätte Buchenwald besuchen. An der Befreiung einer Außenstelle des damaligen Konzentrationslagers war im April 1945 ein Großonkel Obamas beteiligt.
In Frankreich wird Obama am 6. Juni an den Feiern zum 65. Jahrestag der Landung der Alliierten an der Küste der Normandie teilnehmen. Bei seinem Besuch in Ägypten, der am Beginn der Reise steht, wird Obama nach Angaben seines Pressesprechers Robert Gibbs eine Grundsatzrede zum Verhältnis der USA zur islamischen Welt halten.
Die Bundesregierung arbeitet schon an der Vorbereitung des Besuchs von Obama, wie Regierungssprecher Ulrich Wilhelm zuvor am Freitag in Berlin mitteilte. Darüber hinaus gebe es "interne Überlegungen" über die Gestaltung des 20. Jahrestages des Mauerfalls am 9. November.
Die Bundesregierung hatte bereits deutlich gemacht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Obama im Fall seines zweiten Deutschlandbesuchs ständig begleiten werde. Offen war noch, ob der Besuch eher privaten oder offiziellen Charakter haben soll. Obama hatte im Rahmen des NATO-Jubiläumsgipfels Anfang April erstmals im neuen Amt Deutschland besucht und in Baden-Baden ein längeres Gespräch mit Merkel geführt.
Besuch eventuell auch am 9. November
Erstmals im neuen Amt könnte Obama am 9. November auch Berlin besuchen, wo er im vergangenen Jahr an der Siegessäule eine vielbeachtete Kandidatenrede gehalten hatte. An dem Jahrestag, der das Ende der Ost-West-Teilung einläutete, will Merkel laut "Leipziger Volkszeitung" des Erfolgs der Bürgerbewegung und der solidarischen Unterstützung durch die ehemaligen Alliierten gedenken. Dazu sollen neben Obama auch die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Großbritanniens und Russlands aber auch deutsche Spitzenpolitiker wie Altkanzler Helmut Kohl und der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher eingeladen werden.
Als weiteren bedeutsamen Jahrestag nannte Wilhelm den 1. September, an dem vor 70 Jahren mit dem deutschen Überfall auf die Westerplatte bei Danzig der Zweite Weltkrieg begann. Es gebe Überlegungen in der EU, gemeinsamen daran zu erinnern.
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