+++ LIVE!-Ticker +++: Obama verlässt Deutschland
VON ANDRE SCHALL UND UWE FELTEN - zuletzt aktualisiert: 05.06.2009 - 18:08Dresden (RPO). Im Rahmen seines kurzen Deutschland-Besuchs hat sich Barack Obama am Freitag mit Angela Merkel zu einem Gespräch im Dresdner Residenzschloss getroffen. Es folgte eine Pressekonferenz im Schlosshof und ein Besuch des US-Präsidenten in der Frauenkirche. Im Anschluss suchte Obama in begleitung der deutschen Kanzlerin das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar auf. Am Abend besuchte er das US-Militär-Krankenhaus Landstuhl bei Ramstein. Nun hat die Air Force One Deutschland verlassen. Damit schließen wir den Ticker.
+++ Freitag, 20:50: Den ganzen Tag über gab es kein Bad in der Menge für Obama. Sowohl die Dresdner als auch die Menschen in der Pfalz konnten sich dem US-Präsidenten nicht nähern. Nun hat der Sympathieträger Deutschland verlassen – die Air Force One ist in Ramstein abgehoben und nun auf dem Weg nach Paris.
+++ Freitag, 18.19: In Landstuhl will Obama unter Ausschluss der deutschen Öffentlichkeit im Irak und Afghanistan verwundete US-Soldaten besuchen. Bei dem kurzen Besuch soll Obama nicht mit der rheinland-pfälzischen Bevölkerung zusammentreffen. Auch Termine mit Vertretern der Landesregierung oder Besichtigungen sind nicht vorgesehen. Noch am Abend wird Obama weiter nach Paris fliegen, wo er sich mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy trifft.
+++ Freitag, 17.59: Der amerikanische Staatsgast ist soeben in Ramstein gelandet und macht sich nun auf den Weg, das größte amerikanische Krankenhaus außerhalb der USA zu besuchen. Zwei Stunden Zeit hat sich der Präsident genommen, um sich mit US-Soldaten vor Ort zu unterhalten.
+++ Freitag, 16.27: Damit ist der Besuch des Präsidenten in Buchenwald beendet. Obama wird nun mit einem Helikopter nach Erfurt fliegen und von dort weiter mit der Air Force One nach Ramstein. Anschließend wird Obama im Militärhospital in Landstuhl in Rheinland-Pfalz erwartet.
+++ Freitag, 16.21: "Wird die Welt jemals lernen?" Sehe man beispielweise den Genozid in Kambodscha, so müsse man Lager wie Buchenwald weiter mahnen lassen. Auf emotionale Weise versucht Wiesel eine Botschaft der Erinnerung in die Welt zu senden. "Wir wollen nicht mehr auf Friedhöfe gehen!"
Das geschah am Donnerstag
+++ Donnerstag, 21.35 Uhr: Der mächrigste Mann der Welt wird begleitet von Motorrädern im Autokonvoi in das Taschenbergpalais Hotel Kempinski in der Dresdner Altstadt gebracht. Nach seiner Nahost-Reise mit historischer Rede in Kairo kann sich der 47-Jährige dort von den Strapazen der letzten Tage zumindest ein wenig erholen.
+++ Donnerstag, 21.30 Uhr: Der Besuch des US-Präsidenten bleibt für die öffentlichen Verkehrsmittel nicht ohne Folgen. Auf ihrer Internetseite gibt die Bahn für am Abend in Dresden ankommende Züge zahlreiche Verspätungen und auch Zugausfälle bekannt. Die Verspätungen reichen bis zu 80 Minuten.
+++ Donnerstag, 21.15 Uhr: Obama wird am Rollfeld ohne Zeremoniell vom Protokollchef des Auswärtigen Amtes, Rainald Steck, und dem Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Johannes Beermann (CDU), in Empfang genommen.
+++ Donnerstag, 20.51 Uhr: Die Air Force One ist auf auf dem Flughafen Dresden angekommen. Hunderte Dresdner hatten sich bereits Stunden vorher am Flughafen und im Zentrum der Stadt eingefunden, um die Ankunft zu mitzuerleben. Auf dem Altmarkt stieg eine Welcome-Party mit Musik und Public-Viewing.
+++ Freitag, 16.16: Elie Wiesel tritt vor die Journalisten: "Als ich heute nach Buchenwald kam, war es, als ob ich zum Grab meines Vaters kam". Wiesels Vater starb in Buchenwald. "Kann ich meinem Vater nun sagen, dass die Welt gelernt hat? – Ich weiß es nicht." Aber Obamas ethische Vorstellungen gäben Anlass zur Hoffnung.
+++ Freitag, 16.12: Obama erzählt von seinem Onkel und den Befreiern des Lagers. Kleine Anspielung auf Irans Präsident: "Es gibt heute noch Menschen, die den Holocaust leugnen". In der Folge seiner Rede geht Obama auf Einzelheiten des Lagerlebens ein. Offenbar haben Wiesel und Herz während des Rundganges eigene Erfahrungen geschildert.
+++ Freitag, 16.10: Nun tritt der amerikanische Präsident vor das Mikrofon. Er dankt Wiesel und Herz für den Rundgang durch das Lager. Obama hebt seine Eindrücke auf eine persönliche Ebene. "Ich werde das, was ich heute hier gesehen habe, niemals vergessen."
+++ Freitag, 16.08: Merkel weiter: "Wir Deutschen werden nicht vergessen". Trotz der warmen und eindringlichen Worte wirkt Merkels Rede blutlos und wenig mitfühlend. Sie liest ihre Rede vom Blatt wie eine Regierungserklärung.
+++ Freitag, 16.00: Merkel und Obama verlassen das Krematorium. Die Pressekonferenz beginnt: Merkel läßt die Geschichte des Lagers Revue passieren. "Die Gedenktafel ist auf 37° erwärmt – die Temperatur des menschlichen Lebens", sagt die Bundeskanzlerin und "Ich verneige mich vor allen Opfern." Weiter stellt sie die nicht zu beantwortende Frage: "Warum und wie konnte solches geschehen?".
+++ Freitag, 15.43: Momentan gibt es keine Live-Bilder – offenbar hat Obama mit seinen Begleitern das Krematorium betreten. Hier dürfen heute die Kameras aus Pietätsgründen nicht dabei sein.
+++ Freitag, 15.28: Obama und Merkel lassen sich ausführlich das Lager und seine Geschichte erklären. Der Buchenwald-Überlebende Wiesel beantwortet die Fragen eines sichtlich interessierten und betroffenen US-Präsidenten.
+++ Freitag, 15.13: Nun beginnt der Rundgang durch das Lager. Der Weg führt den Präsidenten zum sogenannten "Kleinen Lager", in das die kranken und siechen Häftlinge verbracht worden waren. Auch hier werden weiße Rosen niedergelegt. Im Lager selbst waren im Laufe der NS-Zeit 250.000 Insassen inhaftiert. 56.000 Menschen wurden hier ermordet. Am 11. April 1945 wurde das Lager durch die Amerikaner befreit.
+++ Freitag, 15.11: Merkel und Obama betreten das Gelände mit weißen Rosen in der Hand. Die Blumen werden an der Gedenktafel niedergelegt. Auf dieser Tafel sind alle Länder aufgelistet, aus denen die Opfer des Lagers stammen. Stille Momente - in Gedanken wird der Opfer gedacht.
+++ Freitag, 15.07: Der US-Präsident erreicht an der Seite von Angela Merkel und Freidensnobelpreisträger Elie Wiesel sowie dem Präsidenten des Buchenwald-Komitees, Bertrand Herz, das Tor des KZ Buchenwald und begrüßt vier Jugendliche, die an dieser historischen Stätte ein freiwilliges soziales Jahr ableisten.
+++ Freitag, 14.54: Barack Obama wird nun noch einmal von seinen Beratern in aller Ausführlichkeit über die Geschichte Buchenwalds und die dort geschehenen Verbrechen unterrichtet, um für seine Besichtigung gut vorbereitet zu sein. Das Briefing soll rund 20 Minuten dauern. Gegen 15.15 Uhr wird der US-Präsident die Gedenkstätte betreten.
+++ Freitag, 14.38 Uhr: Amerikanische Ahnenforscher gehen übrigens davon aus, dass der US-Präsident deutsche Vorfahren hatte. Er soll mütterlicherseits Nachfahre eines Auswanderers aus dem Landkreis Ludwigsburg sein. Der Ort nennt sich Besigheim.
+++ Freitag, 14.37 Uhr: Der US-Präsident und Kanzlerin Merkel werden vom Holocaust-Überlebenden und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel durch die Gedenkstätte geführt. Der heute 80-Jährige war von Januar 1945 bis zur Befreiung im April in Buchenwald inhaftiert und soll Obama auf die Idee gebracht haben, das Lager zu besuchen.
+++ Freitag, 14.36 Uhr: Der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers ist aus amerikanischer Sicht der wichtigste Programmpunkt. Ein Großonkel Obamas war 1945 als Obergefreiter der US-Armee an der Befreiung eines Nebenlagers beteiligt.
+++ Freitag, 14.25 Uhr: Der Hubschrauber von Obama ist gelandet. Der US-Präsident wird sich vor seinem Besuch im KZ Buchenwald noch ins Goldene Buch der nahegelegenen Stadt Weimar eintragen.
+++ Freitag, 12.37 Uhr: Obama sieht den Besuch des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Buchenwald als einen sehr wichtigen Teil seiner Deutschland-Visite.
+++ Freitag, 11.54 Uhr: Obamas offizielles Programm in Dresden ist damit beendet. Der US-Präsident bereitet sich nun auf die Abreise zu seiner nächsten Station vor. In Kürze fliegt Obama per Hubschrauber nach Thüringen, dort steht gemeinsam mit Merkel die Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Programm. Anschließend wird Obama im Militärhospital in Landstuhl in Rheinland-Pfalz erwartet.
+++ Freitag, 11.42 Uhr: Angela Merkel dagegen marschiert über den Vorplatz der Kirche zu den Zuschauern. Die warten dort schon ungefähr zwei Stunden. Eigentlich hatten sie auf "Obama hautnah" gehofft, ein paar warme Worte der Kanzlerin heitern die Stimmung aber bestimmt auch auf. Merkel lässt sich für das Bad in der Menge ein paar Minuten Zeit, nun geht die CDU-Politikerin aber wieder zurück zu ihrem Wagen.
+++ Freitag, 11.40 Uhr: Vor der Kirchentür haben sich 200 Schaulustige versammelt, um einen Blick auf den Präsidenten zu werfen und vielleicht sogar einen Handschlag zu ergattern. Obama winkt einmal kurz in die Menge, geht jedoch nicht auf die Leute zu, sondern verschwindet unmittelbar in seiner Limousine (genannt: "The Beast"). Der Terminplan ist wohl doch zu voll. Unter lautem Jubel fährt Obamas Kolonne davon.
+++ Freitag, 11.35 Uhr: Zum Abschluss von Obamas Rundgang singt der Kammerchor der Frauenkirche Felix Mendelssohn Bartholdy ("Denn er hat seinen Engeln befohlen). Der US-Präsident lauscht mit einem Lächeln auf dem Gesicht.
+++ Freitag, 11.23 Uhr: Auch die Frauenkirche brannte aus und fiel in sich zusammen. Der Trümmerberg mitten in der Stadt wurde zu einem Symbol der Zerstörung und der Schrecken des Krieges. Nach dem Mauerfall begann der Wiederaufbau nach noch vorhandenen Originalplänen. Dabei wurden nach ihrer Bergung mehrere tausend alte Steine wiederverwendet und an ursprünglicher Stelle eingepasst. Der rund 180 Millionen teure Wiederaufbau der barocken Kirche wurde überwiegend durch Spenden aus dem In- und Ausland finanziert, die sich auf mehr als 100 Millionen Euro summierten. Der Rest kam aus öffentlichen Töpfen.
+++ Freitag, 11.22 Uhr: Die Dresdner Frauenkirche zählt mit ihrer steinernen Kuppel zu den imposantesten Kirchenbauten weltweit. Das Gotteshaus war bei den Luftangriffen der Alliierten kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört worden. Britische und amerikanische Bomberverbände hatten die Stadt am 13. und 14. Februar 1945 angegriffen und weite Teile der Innenstadt in Schutt und Asche gelegt. Dabei kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben.
+++ Freitag, 11.21 Uhr: Obama und Merkel betreten Seite an Seite und zu den Klängen von Orgelmusik die Frauenkirche. Landesbischof Jochen Bohl erklärt dem US-Präsidenten die historischen Besonderheiten des Bauwerks, der 47-Jährige hört interessiert zu. Es folgt ein kleiner Rundgang durch das Gebäude.
+++ Freitag, 11.20 Uhr: Für Obama und Merkel geht es blitzschnell weiter. In der Autokolonne fahren beide gerade an der Frauenkirche vor. Merkels Dolmetscherin muss den Weg vom Schloss zur Kirche dagegen zu Fuß im Sprint zurücklegen.
+++ Freitag, 11.16 Uhr: Wir fassen kurz zusammen: Obama hat von Merkel keine Zusicherungen zur möglichen Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen verlangt. Die Kanzlerin hat dem Präsidenten auch keine gegeben. Deutschland und die USA wollen sich beide verstärkt für den Frieden im Nahen Osten einsetzen. In der Klimapolitik hat Obama einen Kurswechsel der USA angekündigt. Auch sei man sich einig darüber, dass das iranische Atomprogramm kritisch zu beurteilen sei.
+++ Freitag, 11.14 Uhr: Die Pressekonferenz ist vorbei, Merkel und Obama ziehen sich wieder ins Schloss zurück.
+++ Freitag, 11.10 Uhr: Merkel weist noch einmal darufhin, dass Deutschland aus historischen Gründen eine besondere Verpflichtung gegenüber Israel habe. Die Bundesrepublik werde alles dafür tun, an einer friedliche Lösung im Nahen Osten mitzuwirken. Europa habe es geschafft, den Frieden herzustellen, nun müsse man anderen Regionen zur Seite stehen, damit auch dort dieser Zustand eerreicht werden können.
+++ Freitag, 11.07 Uhr: Obama geht noch einmal auf die Lage im Nahen Osten ein. Er habe den Eindruck, die Palästinenser seien zu Zugeständnissen bereit, wenn die Israelis dies auch wären. Der US-Präsident ist zuversichtlich, "noch in diesem Jahr Fortschritte" erzielen zu können. Den Völkermord im Sudan verurteilt der US-Präsident scharf. Er sichert den Menschen humanitäre Hilfe zu und verspricht, auf eine Lösung des Problems hinzuarbeiten.
+++ Freitag, 11.03 Uhr: Merkel und Obama plädieren übereinstimmend dafür, tiefgreifende Konsequenzen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise zu ziehen. "Diese Rezession kennt keine Grenzen", hebt Obama hervor. "Wir haben auf beiden Seiten des Atlantiks einige Fortschritte bei der Stabilisierung der Wirtschaft gesehen - aber wir haben die Arbeit, die erforderlich ist, noch längst nicht abgeschlossen", fügt er hinzu. Die Aufsicht über die Finanzmärkte müsse verstärkt werden, damit es nie wieder eine solche Krise gebe.
+++ Freitag, 11 Uhr: Obama kündigt einen Kurwechsel der USA in der Klimapolitik an. In der Vergangenheit sei Europa den USA in dieser Frage "weit voraus" gewesen. Nun sei es an der Zeit, dass die Vereinigten Staaten mit gutem Beispiel vorangingen. Denn sonst könne man auch nicht von Ländern wie China ein Umdenken verlangen.
+++ Freitag, 10.55 Uhr: Nun spricht Obama über seinen Besuch im KZ Buchenwald. Er erklärt, dass sein Großonkel Charles Payne als US-Soldat an der Befreiung des Lagers teilgenommen habe und nach seiner Rückkehr ob der erlebten Eindrücke eine "sehr schwere Zeit" gehabt hätte. Die Verbrechen der Nationalsozialisten seien eine "Tragödie" gewesen. Aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs sei aber auch ein "vereintes Europa" entstanden, das für Hoffnung stehe. Der Besuch in Buchenwald sei für Obama etwas sehr Persönliches und Wichtiges.
+++ Freitag, 10.47 Uhr: Merkel betont die enge Beziehung Deutschlands zum Staat Israel. Die Bundesrepublik habe ein großes Interesse an der Sicherheit im Nahen Osten und speziell für Israel, aber auch am friedlichen Aufbau eines eigenen Palästinenserstaates.
+++ Freitag, 10.45 Uhr: Die nächste Frage behandelt die Entwicklungen im Nahen Osten. Obama betont, seine gestrige Ansprache in Kairo sei "nur eine Rede" gewesen. Nun müssten konkrete Schritte folgen. In den ersten fünf Monaten seiner Amtszeit habe seine Regierung aber bewiesen, dass "wir es ernst meinen". Es werde in den nächsten Wochen und Monaten weitere intensive Gespräche und Verhandlungen geben, speziell auch mit Vertretern Israels und der Palästinensergebiete. Obama ist zuversichtlich, dass durch Mithilfe der Vereinigten Staaten ein gutes Klima für Unterredungen geschaffen worden sei. Alleine könnten die USA aber auch in dieser Frage keine Lösungen herbeiführen können. Die internationale Staatengemeinschaft sei gefragt.
+++ Freitag, 10.43 Uhr: Obama erläutert, dass dies ein sehr komplexes Thema sei. Er räumt ein, dass einige Insassen gar nicht nach Guantanamo hätten gebracht werden dürfen. Die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit hätten in der Vergangenheit sehr gelitten. Nach der Schließung des Gefangenenlagers müsse nun eine Lösung in Sachen Aufnahme gefunden werden. Obama habe von Deutschland keine festen Zusagen verlangt, Merkel hätte ihm auch keine gegeben. Es müsste in den nächsten Monaten Beratungen geben.
+++ Freitag, 10.42 Uhr: Die Fragerunde ist eröffnet. Die erste Frage bezieht sich auf die mögliche Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen in Deutschland.
+++ Freitag, 10.36 Uhr: Der US-Präsident sagt, Deutschland und die USA seien sich einig darüber, alles zur Verhinderung eines Wettrüstens im Nahen Osten tun zu müssen. Das iranische Atomprogramm würde beide Länder mit Sorge erfüllen.
+++ Freitag, 10.34 Uhr: Obama lobt die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA in der Opel-Krise. Der US-Präsident ist sicher, dass sich die Autoindustrie in Zukunft wieder stabilisieren werde.
+++ Freitag, 10.32 Uhr: Nun ist Obama am Zug. Der US-Präsident freut sich, im "wunderschönen Dresden" zu sein, einer "Stadt voller Hoffnung". Die Gespräche seien "sehr konstruktiv" verlaufen. Deutschland sei ein "enger Freund und wichtiger Partner der Vereinigten Staaten."
+++ Freitag, 10.31 Uhr: Merkel lobt zunächst Obamas gestrige Rede in Kairo und gibt einen kurzen Überblick über die eben besprochenen Themen: Wirtschaftskrise, iranisches Atomprogramm, Naher Osten, Klimawandel.
+++ Freitag, 10.30 Uhr: Die Gespräche sind vorbei, Angela Merkel und Barack Obama sind zur Pressekonferenz bereit. Den Anfang macht unsere Kanzlerin und heißt den US-Präsidenten erst einmal herzlich Willkommen.
+++ Freitag, 10.03 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat dem US-Präsidenten übrigens auch noch Manschettenknöpfe mit den gekreuzten Schwertern der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen übergeben. Die gekreuzten Schwerter seien eines der ersten Markenlabel der Welt und stünden seit rund 300 Jahren für edle Porzellankunst, hieß es. Das "weiße Gold" geht auf die Ära Augusts des Starken zurück.
+++ Freitag, 9.59 Uhr: Mittlerweile ist bekannt geworden, dass Obama nicht nur seine Unterschrift in die Goldenen Bücher gesetzt hat, sondern auch noch den Zusatz: "Greetings from the people of the United States".
+++ Obamas Treffen mit Angela Merkel, der Eintrag des US-Präsidenten in die Goldenen Bücher von Stadt und Land sowie der Beginn der Konsultationen im Grünen Gewölbe des Residenzschlosses - in unserer Fotostrecke können sie bereits die besten Bilder des Tages sehen. +++
+++ Freitag, 9.31 Uhr: Die Konsultationen zwischen Merkel und Obama laufen. Bereits jetzt läuft man dem Zeitplan ein paar Minuten hinterher - es darf damit gerechnet werden, dass sich auch die weiteren Programmpunkte in Dresden leicht verzögern.
+++ Freitag, 9.20 Uhr: Letzte Chance für die Fotografen: Merkel und Obama haben für ihr Gespräch Platz genommen, noch einmal dürfen Bilder geknipst werden, bevor die Medienvertreter aus dem Raum müssen. Merkel spricht bereits angeregt auf Obama ein, der nickt nachdenklich. Ein schönes Motiv für die Fotografen.
+++ Freitag, 9.16 Uhr: Nun gibt es Bilder, die Obama beim Eintrag ins Goldene Buch von Stand und Land zeigen. Der US-Präsident wirkt gut gelaunt und plaudert noch ein wenig mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der genau wie Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (beide CDU) bei der Zeremonie anwesend ist.
+++ Freitag, 9.15 Uhr: Das Gespräch im Historischen Grünen Gewölbe des Residenzschlosses soll zwischen 60 und 90 Minuten dauern. Die Kanzlerin und der US-Staatschef wollen im Anschluss auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Unterredung informieren.
+++ Freitag, 9.10 Uhr: Zudem will Merkel den US-Präsidenten angeblich auch zu den Feiern des 20. Jahrestags des Mauerfalls am 9. November nach Berlin einladen. Es wäre Obamas erster Besuch in der Hauptstadt seit seinem Amtsantritt im Januar. Vor seiner Wahl hatte der damalige Senator Obama im Juli 2008 allerdings bereits eine vielumjubelte Rede vor rund zweihunderttausend Menschen an der Berliner Siegessäule gehalten.
+++ Freitag, 9.06 Uhr: Durchgesickert ist jedoch bereits, dass Themen wie die Wirtschaftskrise, der Nahost-Friedensprozess, das iranische Atomprogramm und die mögliche Aufnahme von Guantanamo-Flüchtlingen durch Deutschland angesprochen werden sollen.
+++ Freitag, 9.03 Uhr: Obama wird sich gleich in die Goldenen Bücher von Stadt und Land eintragen. Im Bronzezimmer des Schlosses beginnt in diesen Momenten ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Merkel und Obama. Live-Bilder sind nicht erlaubt, die Konversation ist vertraulich.
+++ Freitag, 8.56 Uhr: Jetzt hat auch Obama das Hotel verlassen. Der US-Präsident trägt einen dunkelblauen Anzug. Gemeinsam mit Angela Merkel geht er über den Vorplatz des Hotels in Richtung Grünes Gewölbe. Großer Beifall der Schaulustigen brandet auf, Obama lächelt. Merkel gestikuliert, als gäbe sie dem US-Präsidenten einige erklärende Worte mit auf den Weg.
+++ Freitag, 8.54 Uhr: In Dresden herrscht Sicherheitsstufe eins. Auf vielen Balkons und Dächern haben sich Scharfschützen postiert, der Secret Service ist nahezu ominipräsent. Die Bürger nehmen die verschärften Vorkehrungen aber relativ locker hin.
+++ Freitag, 8.52 Uhr: Merkel erscheint lächelnd vor der Tür des Hotels. An ihrer Seite steht Rahm Emanuel, Stabschef des US-Präsidenten. Von Obama noch keine Spur.
+++ Freitag: 8.47 Uhr: Das große Warten beginnt, der Ablauf verzögert sich um wenige Minuten. Obama und Merkel begrüßen sich in diesen Sekunden im Hotel, nach draußen gekommen sind beide aber noch nicht.
+++ Freitag, 8.41 Uhr: Angela Merkel kommt am Hotel an. Die Kanzlerin steigt aus einer schwarzen Limousine und betritt umringt von einer Menge, bestehend aus Sicherheitsleuten, Beratern und Politkern das Gebäude. Man bekam nur einen kurzen Blick auf die CDU-Politikerin, doch man konnte bereits erkennen, dass Merkel einen gelben Blazer mit schwarzer Hose trägt.
+++ Freitag, 8.39 Uhr: Auch das Wetter scheint heute mitzupsielen. Kurzzeitig hatte es in Dresden nach Regen ausgesehen, doch wenn sich Merkel in wenigen Minuten mit Obama trifft, wird die Sonne scheinen. Da werden auch die zahlreichen Fotografen und Schaulustigen aufatmen.
+++ Freitag, 8.15 Uhr: Noch eine halbe Stunde, dann ist es soweit: An seinem Hotel "Taschenbergpalais" herrscht bereits geschäftiges Treiben. Zahlreiche Dresdner haben sich draußen versammelt, um einen Blick auf den mächtigsten Mann der Welt zu erhaschen. Die Obamania hat die sächsische Landeshauptstadt fest im Griff.
+++ Freitag, 7.51 Uhr: Schon bevor Obamas erstem Auftritt in Dresden sickern Gerüchte über einen weiteren möglichen Deutschland-Besuch des US-Präsidenten durch. Bundeskanzlerin Merkel will laut eines Presseberichts mit Obama über einen Besuch in Berlin zu den geplanten Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November reden. Wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, wird die Kanzlerin die Einladung bei ihrem vertraulichen Gespräch mit dem Präsidenten im Grünen Gewölbe ansprechen. Es wäre Obamas erster offizieller Präsidentenbesuch in der deutschen Hauptstadt. Für den offiziellen Teil der Einladung sei zwar der Bundespräsident zuständig, "aber das Umfeld dieser Obama-Reise ist sehr günstig für eine Vorklärung", hieß es dem Bericht zufolge auf deutscher Regierungsseite. Solche Einladungen spreche man informell "am besten direkt zwischen den Spitzen ab".
+++ Freitag, 7.45 Uhr: Treten keine Verzögerungen auf, ist Obamas Dresden-Besuch um 13.45 Uhr beendet. Der 47-Jährige fliegt dann mit dem Hubschrauber vom Dresdner Flughafen in Richtung Buchenwald weiter, um das frühere Nazi-Konzentrationslager zu besuchen (Ankunft gegen 15 Uhr). Sein Großonkel Charles Payne hatte als Obergefreiter der US-Army im Zweiten Weltkrieg an der Befreiung des Lagers teilgenommen. Obama möchte auch mit ehemaligen KZ-Insassen sprechen.
+++ Freitag, 7.36 Uhr: Im Dresdner Zwinger möchte sich der US-Präsident dann den ihn begleitenden amerikanischen Medienvertretern stellen. Ein weiteres Bad in der Menge war zudem kurzzeitig ein Thema, erscheint nach mehreren Programm-Änderungen mittlerweile aber eher unwahrscheinlich.
+++ Freitag, 7. 24 Uhr: Ist das offizielle politische Programm beendet, plant Obama nach letztem Stand nun doch noch eine halbe Stunde für einen Blick in die Frauenkirche ein. Die Kirche war im Zweiten Weltkrieg durch die Alliierten zerstört worden und gilt heute als Symbol des Wiederaufbaus in Deutschland. Lange Zeit hatte der Obama-Besuch des Bauwerks auf der Kippe gestanden - am Mittwoch noch hieß es von amerikanischer Seite, die Frauenkirche sei aus dem Programm gestrichen worden. Erst am späten Donnerstag schwenkte das Obama-Planungsteam erneut um. Der US-Präsident wird bei seinem Besuch der Kirche auch von Landesbischof Jochen Bohl begleitet, der ihm den Altar sowie das Turmkreuz der Kirche zeigen will. Für musikalische Untermalung ist gesorgt: Beim Betreten der Frauenkirche gibt es Orgelmusik, beim Verlassen singt der Kirchenchor. Möglicherweise wird es in der Umgebung des symbolträchtigen Gebäudes auch zu Kontakten mit der Dresdner Bevölkerung kommen.
+++ Freitag, 7.20 Uhr: Eine kleine Zeremonie darf natürlich nicht fehlen: Der Präsident wird sich nach der Pressekonferenz auch noch in den Goldenen Büchern der Stadt und des Landes Sachsen verewigen. Die Bücher sollen von Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Oberbürgermeisterin Helma Orosz (beide CDU) vorgelegt werden. Um 10.30 Uhr soll Obama das Schloss verlassen und sich auf den Weg in Richtung Frauenkirche machen.
+++ Freitag, 7.15 Uhr: Im Anschluss - eine genaue Zeit steht nicht fest - werden im Wappensaal des Grünen Gewölbes die politischen Gespräche abgehalten. Auch der Wahldresdner und Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) wird dabei anwesend sein. Nach den Unterredungen gibt es eine Pressekonferenz im Schlosshof.
+++ Freitag, 7, 10 Uhr: Um exakt 8.45 Uhr trifft die Kanzlerin den Präsidenten vor dem Luxus-Hotel "Taschenbergpalais". Zusammen gehen sie dann ins Schloss, wo ein Vier-Augen-Gespräch im Bronzenzimmer des Historischen Grünen Gewölbes stattfinden wird.
+++ Freitag, 7 Uhr: Der große Tag wirft seine Schatten voraus. In Dresden herrscht gespannt-freudige Erwartungshaltung. Noch müssen sich die Bürger aber ein wenig gedulden, bis der Präsident sein Hotelzimmer verlässt und sich den Dresdnern zeigt. Obamas Terminplan für heute ist prall gefüllt.
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