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Anti-Atomkraft-Demonstration ddp 2010 Panorama
  Foto: ddp, ddp
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Laufzeit von AKW Isar 1: Oberösterreich sorgt sich um Sicherheit

zuletzt aktualisiert: 21.07.2010 - 19:39

Linz/Essenbach (RPO). Die oberösterreichische Landesregierung sorgt sich um die Sicherheit des rund 100 Kilometer entfernten Atomkraftwerks Isar 1 in Essenbach bei Landshut. "Das AKW Isar 1 zählt in Deutschland zu den ältesten und veralteten Atomreaktoren", warnte Landesrat Rudi Anschober am Mittwoch in Linz. Eine Verlängerung der derzeit in Deutschland diskutierten Laufzeiten wäre gerade im Fall eines Altreaktors "besonders verantwortungslos".

Anschober kündigte an, Oberösterreich werde den Widerstand gegen eine Laufzeitverlängerung von Isar 1 "massiv unterstützen". Eine "starke Allianz mit der bayerischen Anti-Atombewegung" sei in Vorbereitung. Auch die anderen acht österreichischen Bundesländer unterstützten Oberösterreichs Offensive für eine rasche Stilllegung von Isar 1.

Derweil teilte der Kraftwerksbetreiber Eon mit, Block 2 des Akw sei seit dem späten Dienstagabend wieder mit dem Stromnetz verbunden. Die Anlage war den Angaben zufolge am 26. Juni zum Brennelementwechsel und zur Jahresrevision abgeschaltet worden. Die Überprüfung der technischen Systeme habe den "sehr guten Zustand der Anlage" bestätigt.

CSU gegen Laufzeitverlängerung

Gegen das Atomkraftwerk Isar 1 bei Landshut regt sich auch Widerstand vonseiten der CSU. In einem Dringlichkeitsantrag appelliert die Landshuter CSU an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesumweltminister Norbert Röttgen (beide CDU), die Fraktionen im Bundestag und Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU), die Laufzeit des Atommeilers nicht zu verlängern. Die Resolution soll bei der Plenarsitzung des Landshuter Stadtrats am 30. Juli verabschiedet werden.

"Die Technik hat sich verändert, und wir brauchen Isar 1 auch für die Stromproduktion nicht", sagte die CSU-Fraktionsvorsitzende im Landshuter Stadtrat, Gabriele Goderbauer-Marchner, am Mittwoch der Nachrichtenagentur ddp. Zudem sei das 1979 in Betrieb gegangene AKW nur mangelhaft gegen Flugzeugabstürze oder terroristische Angriffe geschützt.

Quelle: DDP

 
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