Steuern sprudeln kräftig: Öffentliche Hand: 233 Milliarden Euro im ersten Quartal eingenommen
zuletzt aktualisiert: 29.06.2007 - 15:00Wiesbaden (RPO). Die Haushalte des Staates haben im ersten Quartal des laufenden Jahres 233,7 Milliarden Euro eingenommen. Das ist eine durchschnittliche Steigerung von 2,5 Prozent Steigerung. Mit den kräftig sprudelnden Steuereinnahmen konnte das Finanzierungsdefizit der öffentlichen Hand deutlich vermindert werden.
Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mit. Die Ausgaben verringerten sich dagegen geringfügig um 0,3 Prozent. Das Finanzierungsdefizit sank somit um alles in allem um mehr als sechs Milliarden Euro.
Zu der Steigerung der Einnahmen trugen den Angaben zufolge vor allem die aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben bei. Diese fielen von Januar bis März im Bund sogar um 20 Prozent höher aus als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bei den Ländern stiegen sie um 13,4 Prozent, bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden belief sich das Plus nur auf 6,5 Prozent.
Bei den Beitragseinnahmen der Sozialversicherung gab es dagegen einen Rückgang um 9,1 Prozent, insbesondere weil die Umstellung des Zahlungsrhythmus zum Jahresbeginn 2006 zu einer außerordentlichen Erhöhung der Beitragseinnahmen geführt hatte. Nur durch diesen Rückgang bei der Sozialversicherung kam der mit 2,5 Prozent insgesamt mäßige Anstieg der öffentlichen Einnahmen zu Stande. Würde man nur das Steueraufkommen bei Bund, Ländern und Gemeinden zu Grunde legen, käme eine wesentlich höhere Steigerungsratezu Stande..
Die öffentlichen Ausgaben verringerten sich insgesamt geringfügig um 0,3 Prozent auf 265,5 Milliarden Euro. Während Bund (plus 1,2 Prozent), Länder (plus 1,6 Prozent) und Kommunen (plus 1,5 Prozent) leichte Ausgabenzuwächse aufwiesen, gingen die Ausgaben der Sozialversicherung wiederum leicht zurück (minus 0,5 Prozent) und verursachten so auch den Rückgang im Gesamtdurchschnitt der öffentlichen Hand.
Aus der Differenz von öffentlichen Einnahmen und Ausgaben resultiert ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte von 31,5 Milliarden Euro. Es war damit um 6,3 Milliarden Euro niedriger als im ersten Quartal des Vorjahres. Die Schuldentilgung der öffentlichen Haushalte am Kreditmarkt übertraf die Schuldenaufnahme um 15,0 Milliarden Euro.
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