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Neue Umfrage: Oettinger-Skandal kostet Union Zustimmung

zuletzt aktualisiert: 25.04.2007 - 08:59

Hamburg (RPO). Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat mit seiner Rolle im Filbinger-Eklat dem Ansehen der Union geschadet. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Umfrage. Die Union verliert drei Prozentpunkte, die SPD gewinnt minimal hinzu. Bundeskanzlerin Merkel erfreut sich indes weiterhin großer Beliebtheit.

In der wöchentlichen Politumfrage von "Stern" und RTL bricht die Union im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte ein und fällt auf 34 Prozent zurück. Die Sozialdemokraten gewinnen einen Punkt hinzu und steigen auf 27 Prozent.

Die drei Oppositionsparteien im Bundestag kommen jetzt jeweils auf elf Prozent: Die FDP büßt einen Punkt ein, Grüne und Linkspartei steigen um je einen Punkt. Für "sonstige Parteien" würden sechs Prozent der Wähler stimmen (plus einen Prozentpunkt).

Eine vorige Woche noch mögliche schwarz-gelbe Mehrheit ist damit derzeit nicht mehr möglich: Union und FDP kommen zusammen nur noch auf 45 Prozent. Eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen oder ein theoretisch mögliches Bündnis von SPD, Grünen und PDS hätte dagegen 49 Prozent.

Merkel beliebt

Im Gegensatz zu denen ihrer Partei sind die Werte von Bundeskanzlerin Angela Merkel weiter im Aufwind. Die meisten Bürger geben ihrer Arbeit in einer Umfrage für den "Stern" die Note "gut" oder "zufrieden" - nur 28 Prozent sind mir ihr unzufrieden: Die Note 1 (für "sehr gut") vergaben drei Prozent, die Note 2 ("gut") 24 Prozent, die Note 3 ("befriedigend") 42 Prozent, die Note 4 ("ausreichend") 17 Prozent, die Note 5 ("ungenügend") sieben Prozent und die Note 6 ("mangelhaft") vier Prozent der Befragten.

Im Mittelwert bekam Merkel eine 3,1. Würde die Kanzlerin direkt gewählt, entschiede sich jeder zweite Wähler für Angela Merkel - ein Wert, den Helmut Kohl während seiner 16-jährigen Kanzlerzeit bei den regelmäßigen Forsa-Umfragen nie erreicht hat. Merkel liegt 30 Punkte vor SPD-Chef Kurt Beck, der nur auf 20 Prozent kommt.

Datenbasis für die Partei- und Kanzlerpräferenz waren den Angaben zufolge 2.500 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger, die vom 16. bis 20. April befragt wurden. Datenbasis für die Arbeit der Bundeskanzlerin waren 1.004 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger, die am 19. und 20. April befragt wurden.

Quelle: ap

 
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