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Nach Eklat um Filbinger-Trauerrede: Oettingers Redenschreiber versetzt

zuletzt aktualisiert: 27.04.2007 - 17:32

Stuttgart (RPO). Nach der umstrittenen Trauerrede für Hans Filbinger zieht der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger nun doch personelle Konsequenzen: Sein Redenschreiber Michael Grimminger wurde innerhalb des Staatsministerium versetzt. Möglicherweise soll er das Ministerium ganz verlassen.

Grimminger arbeitet einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" zufolge jetzt im Referat für bundespolitische Themen. Dies bestätigte nach Angaben des Blattes ein Regierungssprecher. Der Wechsel sei "aus Gründen der Fürsorgepflicht" und im "gegenseitigen Einvernehmen" erfolgt.

Zugleich wird den Angaben zufolge nach einem neuen Job für Grimminger in einem anderen Ministerium gesucht. Überlegungen für einen solchen Wechsel "im Rahmen der Personalentwicklung" habe es schon seit Mitte 2006 gegeben, sagte der Sprecher laut der Zeitung. Derzeit liefen Gespräche mit dem Landwirtschaftsministerium. Grimmingers neue Tätigkeit stehe aber noch nicht fest, sagte eine Sprecherin von Agrarminister Peter Hauk (CDU).

Der promovierte Politologe sei für das Ressort zweifellos geeignet, weil er einen "landwirtschaftlichen Hintergrund" habe und sich im Bereich Naturschutz engagiere. Am Dienstag hatte Oettinger noch gesagt, er plane zunächst keine personellen Konsequenzen im Staatsministerium. Grimminger war seit 2002 im Team der Redenschreiber.

Der CDU-Politiker Filbinger war von 1966 an baden-württembergischer Ministerpräsident und musste 1978 zurücktreten, weil er als Jurist in der NS-Zeit an Todesurteilen beteiligt gewesen war. Oettinger war auf diesen Umstand in seiner Trauerrede nicht eingegangen und hatte Filbinger als Gegner des NS-Regimes bezeichnet. Erst nach tagelangem Streit distanzierte sich der Stuttgarter Regierungschef schließlich von dieser Äußerung.

Quelle: ap

 
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