kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Gegen Deutschland gerichtet: Offenbar neue Terrordrohungen aufgetaucht

zuletzt aktualisiert: 28.09.2009 - 13:16

Wiesbaden (RPO). Im Internet ist offenbar eine neue terroristische Drohung mit Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland aufgetaucht. Bei der Botschaft handelt es sich wohl um eine Audiodatei. Sie stammt von Ayman al Sawahri, der Nummer zwei der Terrororganisation Al Kaida. Unterdes wurden in München zwei mutmaßliche Islamisten festgenommen.

Ayman al Sawahri bezichtigt in dem 28 Minuten langen Audiofile unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel der Lüge im Zusammenhang mit dem Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Aber auch die Türkei und vor allem US-Präsident Barack Obama werden scharf angegriffen.

Al Sawahri, der als Stellvertreter von Osama bin Laden gilt, warf Merkel vor, "wie sie sich zu der Lüge erdreisten könne", dem Parlament zu sagen, die Teilnahme Deutschlands diene der Stärkung von Frieden und Sicherheit. "Internationaler Frieden und Sicherheit werden nicht eher verwirklicht werden, bis ihr aus dem Land der Muslime abgezogen seid und aufgehört habt, euch in ihre Angelegenheiten einzumischen", sagte er.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte zu der neuen Botschaft, dass es "keinen neuen Sachstand" hinsichtlich der Bedrohungslage gebe. Das Bundeskriminalamt bestätigte nur, dass seit Sonntag eine neue Botschaft im Internet verbreitet werde. "Es befindet sich in der Auswertung", sagte eine Sprecherin. Einzelheiten zum Inhalt nannte sie nicht. Vor der neuen Botschaft waren in den vergangenen gut zwei Wochen bereits mindestens fünf Terrordrohungen mit einem Deutschlandbezug aufgetaucht.

Al Sawahri griff in der Botschaft auch US-Präsident Obama scharf an. Er sei ein "Hochstapler" und habe versagt, den Bau neuer israelischer Siedlungen im Westjordanland zu stoppen. Die Palästinenser rief er auf, sich den Gesetzen des Teufels zu widersetzen und den Heiligen Krieg nicht aufzugeben. Der Türkei warf er vor, Krieg gegen muslimische Brüder zu führen.

Islamisten präventiv in Gewahrsam

Die Münchner Polizei hat nach Anschlagsdrohungen gegen Deutschland zwei mutmaßliche Islamisten präventiv in Gewahrsam genommen. Die beiden Personen, zu denen keine genaueren Angaben gemacht wurden, sollten mindestens bis zum Ende des Oktoberfests nächsten Sonntag festgehalten werden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Montag.

Angaben zu Identität und Geschlecht der in Gewahrsam Genommenen machte die Polizei nicht. Laut Münchens Polizeispräsident Wilhelm Schmidbauer hatte eine der Personen in der Vergangenheit persönlichen Kontakt zu dem aus Bonn stammenden Islamisten Bekkay Harrach. Die zweite Person stand demnach über ihren Bruder in einem "mittelbaren Kontakt" zu Harrach.

In den Tagen vor der Bundestagswahl waren im Internet mehrere Videobotschaften von Harrach aufgetaucht. In einem der Videos drohte er Deutschland mit einem "bösen Erwachen". Deutschland würde nur dann von Anschlägen verschont, wenn es seine Truppen aus Afghanistan abziehe. Zudem rief Harrach die Muslime in Deutschland auf, sich in den zwei Wochen nach der Wahl "von allem, was nicht lebensnotwendig ist", fernzuhalten.

Der Münchner Polizeipräsident erinnerte daran, dass in den vergangenen eineinhalb Wochen insgesamt sechs islamistische Videobotschaften veröfffentlicht wurden, die nach Einschätzung der Bundessicherheitsbehörden eine "Erhöhung der Gefährdungslage in Deutschland" begründeten. In zwei der sechs Botschaften werde auf das Oktoberfest Bezug genommen. So habe Harrach in einem der Videos gesagt: "Die Zeit ist für Deutschland reif, endlich zu begreifen, dass Afghanistan nicht das 17. Bundesland ist und auch nicht ein Bierzelt, um dort das ganze Jahre Oktoberfest zu feiern."

Im jüngsten Internet-Video hatten die Taliban der Bundesrepublik wegen des Einsatzes deutscher Soldaten in Afghanistan mit Vergeltung gedroht. Dazu wurde ein Bild des Oktoberfests eingeblendet, außerdem unter anderem Fotos vom Brandenburger Tor, dem Hauptbahnhof in Hamburg und dem Kölner Dom.

Nach dem Auftauchen der Drohvideos richtet die Polizei nun um das Gelände des Oktoberfests einen Verkehrskontrollring ein. Damit könne innerhalb dieses Bereichs "nur noch kontrollierter Fahrzeugverkehr stattfinden", sagte Schmidbauer. Darüber hinaus wird rund um die Theresienwiese eine Halteverbotszone ausgewiesen. Das Münchner Innenministerium hatte bereits am Freitag beim Bundesverkehrsministerium ein Überflugverbot für das Oktoberfest erwirkt.

Quelle: AP/AFP/csr

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den ... mehr 

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem KZ in Polen entschuldigt. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den Weg gebracht. Profitieren können auch Berufstätige. Nun muss das Kabinett den Entwurf verabschieden. Am Mittwoch billigte es zunächst Schröders ... von Eva Quadbeck  mehr

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

Top-Services