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Hoffmann räumt Mitarbeit beim MfS ein: Offenbar neuer Stasi-Fall bei Potsdamer Linkspartei

zuletzt aktualisiert: 14.11.2009 - 10:30

München (RPO). Der kulturpolitische Sprecher der Linke-Fraktion im brandenburgischen Landtag, Gerd-Rüdiger Hoffmann, ist einem Medienbericht zufolge Stasi-Mitarbeiter gewesen. "Ich kann nicht leugnen, dass ich für das MfS tätig war", sagte der 57-Jährige in einem Interview.

Gerd-Rüdiger Hoffmann, kulturpolitischer Sprecher der Linken in Potsdam war offenbar Mitarbeiter der Stasi. Foto: ddp-Archiv

Laut "Focus" arbeitete Hoffmann, der seit 2004 im Potsdamer Landtag für die Linkspartei sitzt, von 1970 bis 1975 als Schüler und Angehöriger der DDR-Grenztruppen für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Anschließend sei er als Informant der Abteilung IV der Hauptverwaltung Aufklärung vorgesehen gewesen.

Wie das Blatt weiter berichtete, war Hoffmann 1970 als IM "Schwalbe" geworben worden. Schon zuvor habe er Mitschüler bespitzelt. Während seines Wehrdienstes bei den Grenztruppen in Berlin Mitte sei er zur "Filtrierung" seiner Kameraden eingesetzt gewesen. Sein Führungsoffizier habe die "ausgezeichnete Arbeit" gelobt. Hoffmann habe die "erhaltenen Aufträge gewissenhaft und initiativreich" erfüllt, zitierte das Magazin aus der Stasi-Akte. Hoffmann selbst sagte "Focus" zufolge: "Ich kenne meine Akte nicht, und es hab mich ziemlich überrascht, dass es überhaupt eine gibt."

Die brandenburgische SPD unter Ministerpräsident Matthias Platzeck hatte nach der Landtagswahl vom 27. September die Koalition mit der CDU beendet und ein Bündnis mit der Linkspartei gebildet. Dagegen hatte es immer wieder scharfe Kritik gegeben - auch weil unter anderen die Linken-Fraktionschefin Kerstin Kaiser während ihres Studiums ab 1979 für die Stasi tätig war.

Quelle: AP/felt

 
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