CSU-Bespitzelungsaffäre: Pauli will Mitgliedervotum über Stoiber erzwingen
zuletzt aktualisiert: 21.12.2006 - 21:37München (RPO). Die Bespitzelungsaffäre um die Fürther CSU-Landrätin Gabriele Pauli spitzt sich weiter zu. Pauli will ein Mitgliedervotum gegen den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber erzwingen, um seine Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2008 zu verhindern.
In diesem Zusammenhang forderte sie Stoiber erneut zum Rückzug auf. "Seine Zeit ist vorbei", sagte Pauli der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe) und fügte hinzu: "Die Stimmung für ihn ist am Abrutschen, und ich frage mich, warum er das nicht aufnimmt."
Pauli kündigte an, bereits Anfang 2007 einen Brief an alle Orts- und Kreisvorsitzenden sowie Mandatsträger und Gremien der Partei zu schreiben und diese um Unterstützung für eine Urabstimmung über den Spitzenkandidaten zu bitten.
Sie begründete ihren Schritt damit, dass die Parteispitze einen eigentlich turnusgemäß angesetzten Kleinen Parteitag im Frühjahr 2007 "aus Gründen, die ich nicht kenne", nicht abhalten wolle. Der eigentliche Parteitag im Herbst solle bereits Startschuss für das Wahljahr 2008 sein und sei damit als Zeitpunkt für den Urwahlantrag zu spät. Deswegen wolle sie die CSU-Basis direkt fragen.
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