Huber wechselt angeblich das Ressort: Personal-Karussell bei der CSU kommt in Fahrt
zuletzt aktualisiert: 01.10.2007 - 07:31Hamburg/Passau (RPO). Nach dem CSU-Parteitag geht es jetzt ans Eingemachte: Es werden Posten vergeben. Erste Personalien stehen angeblich schon fest. Einem Zeitungsbericht zufolge wird Markus Söder Chef der Staatskanzlei. Auch CSU-Chef Erwin Huber soll den Schreibtisch wechseln.
Laut dem Bericht der Bild-Zeitung steht Söders Nachfolger bereits fest. Neuer Generalsekretär wird demnach der Bundestagsabgeordnete Georg Fahrenschon. Die Zeitung berichtete vorab unter Berufung auf Informationen aus der CSU-Spitze, der 39-Jährige gelte als Favorit des neuen Parteichefs Erwin Huber. Fahrenschon würde damit Nachfolger von Markus Söder.
Söder solle Chef der bayerischen Staatskanzlei unter dem designierten Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) werden. Söder sei intern auch als möglicher Umweltminister im Gespräch gewesen, doch habe es dagegen massiven Widerstand aus den Verbänden gegeben.
Das Blatt schrieb weiter, Huber werde als Minister unter Beckstein wahrscheinlich vom Wirtschafts- in das Finanzressort wechseln. Zudem solle er künftig die Finanzpolitik von CDU und CSU koordinieren. Die bisherige bayerische Sozialministerin Christa Stewens solle stellvertretende Ministerpräsidentin werden.
Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber werde als aussichtsreicher Kandidat entweder für das Wirtschaftsressort oder das Landwirtschaftsministerium in Bayern gehandelt. Als neuer Innenminister gelte in CSU-Kreisen der bisherige Staatssekretär Georg Schmid als gesetzt. Der Staatssekretär im Umweltressort, Otmar Bernhard, solle Umweltminister anstelle von Werner Schnappauf werden.
Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli, die Huber beim Kampf um den CSU-Vorsitz auf dem Parteitag am Wochenende unterlegen war, kündigte an, sie denke trotz ihrer deutlichen Niederlage nicht daran, die Christsozialen zu verlassen. "Ich bleibe in der CSU", sagte sie der Zeitung.
Huber wies Gerüchte zurück, denen zufolge es zwischen ihm und seinem Konkurrenten Horst Seehofer Absprachen gegeben hat. "Jeder hat um Stimmen für sich geworben, aber bei einer Wahl gibt es immer nur einen Sieger", sagte Huber der "Passauer Neuen Presse" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Seehofer könne aber mit seinem Ergebnis als stellvertretender Parteichef sehr zufrieden sein.
Huber sagte, er strebe für 2009 ein Ministeramt im Bundeskabinett an. "Unter den Bedingungen, die sich aus der Bundestagswahl ergeben, würde ich mich dem nicht versagen", sagte Huber. Das bedeute den Abschied von der Landespolitik. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und er hätten sich eine gute Zusammenarbeit und konstruktive Partnerschaft zugesichert.
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