Der Schauspieler Peter Sodann war bei der Bundespräsidentenwahl 2009 Kandidat für die Linke. Seine Kandidatur löste bei einigen Beobachtern Kopfschütteln aus.
Seine Einlassungen ließen Zuhörer dann und wann ratlos zurück. "Sozialismus oder so etwas" wolle er aufbauen, antwortete er auf die Frage nach der idealen Staatsform. Deutschland sei keine Demokratie, und Manager gehörten ins Gefängnis, polterte er weiter.
Hier gratuliert Sodann Horst Köhler zu seiner Wiederwahl. Für den ehemaligen Tatort-Kommissar stimmten nur 91 Wahlmänner der Bundesversammlung.
Peter Sodann ist Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant.
Einem größeren Publikum wurde er in der Rolle des Leipziger Tatort-Kommissars Bruno Ehrlicher zwischen 1991 und 2007 bekannt. Links neben ihm steht sein Partner Kain alias Bernd Michael Lade.
Der in ganz Deutschland populäre Sodann macht aus seiner politischen Nähe zur Linkspartei keinen Hehl. 2005 hatte er gar angekündigt, für die Linke für den Bundestag zu kandidieren. Nach zwei Tagen verwarf der Parteilose diesen Plan jedoch.
Sodann wurde am 01. Juni 1936 in Meißen geboren.
Nach einer Lehre als Werkzeugmacher studierte er in der DDR Jura, brach jedoch ab und wechselte zu den Theaterwissenschaften.
Ein Studentenkabarett wurde 1961 als "konterrevolutionär" eingestuft, Sodann (hier mit Oskar Lafontaine) musste für neun Monate in Haft und wurde aus der SED ausgeschlossen.
Zuletzt machte Sodann mit einem Varieteprogramm auf sich aufmerksam. Seinen Gegenpart spielte der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm ("Die Rente ist sicher.").