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Laumann führt Gespräche mit RWE: Pläne über weiteren Steinkohlebergbau

zuletzt aktualisiert: 24.08.2008 - 16:04

Berlin/Essen (RPO). NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann spielt offenbar mit dem Gedanken, den Steinkohlebergbau über das Jahr 2018 hinaus fortzuführen. Mit dem Essener Engergiekonzern soll der CDU-Politiker entsprechende Gespräche geführt haben.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ist erwiesener Arbeitsmarktexperte und in der Fraktion sehr beliebt.  Foto: ddp
Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ist erwiesener Arbeitsmarktexperte und in der Fraktion sehr beliebt. Foto: ddp

Wie der Berliner "Tagesspiegel" meldet, kam es kürzlich zu einem Geheimtreffen Laumanns mit dem Vorstandschef des Essener RWE-Konzerns, Jürgen Grossmann. An dem Termin in Osnabrück nahm den Angaben zufolge auch der Personalvorstand des RWE-Konzerns, Alwin Fitting, teil.

Gesprächsteilnehmern zufolge schlug der Minister Grossmann vor, RWE solle dem Bergbaukonzern RAG die Schachtanlage Ibbenbüren mit ihren derzeit 2466 Beschäftigten abkaufen und deutlich über das Jahr 2018 hinaus betreiben. Grundsätzlich müsse das im RWE-Interesse liegen. Der Essener Konzern betreibe schließlich das benachbarte 750-Megawatt-Kraftwerk Ibbenbüren, in dem pro Jahr knapp 1,9 Millionen Tonnen der Ibbenbürener Anthrazitkohle zur Stromerzeugung genutzt würden.

Das Kraftwerk sei erst 1985 in Betrieb genommen worden und könne angesichts durchschnittlicher Kraftwerkslaufzeiten von 40 bis 50 Jahren weit über das Jahr 2018 hinaus betrieben werden, hieß es. Angesichts der Randlage Ibbenbürens im Tecklenburger Land mache es doch Sinn, wenn RWE die dafür nach 2018 benötigte Kohle weiterhin aus der benachbarten Schachtanlage beziehe, argumentierte Laumann, der in der Region seinen Wahlkreis hat.

Ein Sprecher des NRW-Arbeitsministeriums wollte den Bericht auf ddp-Anfrage nicht kommentieren. Es habe sich um "rein interne Gespräche" gehandelt, hieß es. Zudem beruhe der Bericht auf "Spekulationen".

Im Rahmen der Vereinbarung zum Auslaufen des subventionierten Steinkohlebergbaus sollen alle Bergwerke in NRW spätestens bis 2018 ihre Förderung einstellen. Eine Revisionsklausel sieht allerdings vor, dass der Beschluss zum Ausstieg aus dem subventionierten Bergbau 2012 noch einmal überprüft wird.

Quelle: afp2

 
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