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Medienbericht: Polens Geheimdienst wusste angeblich von Papst-Attentat

zuletzt aktualisiert: 05.02.2007 - 17:13

Warschau (RPO). Der polnische Geheimdienst soll angeblich schon vor dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. im Mai 1981 von entsprechenden Anschlagsplänen gewusst haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Wprost" unter Berufung auf einen ehemaligen Offizier des kommunistischen Geheimdiensts.

Der namentlich nicht genannte Agent habe einige Wochen vor dem 13. Mai 1981 einen Hinweis bekommen, wonach die türkischen Extremisten der Grauen Wölfe ein Attentat planten. Er habe die aus Damaskus stammenden Hinweise an seinen Vorgesetzten weitergeleitet, danach aber nichts mehr von der Sache gehört, berichtet das Magazin.

"Wprost" zufolge hat der anonyme Geheimdienstler seine Aussagen auch dem Institut für das Nationale Gedächtnis (IPN) vorgelegt, das selbst die Hintergründe der Schüsse auf den Papst untersucht. Das IPN bestätigt dies zunächst nicht.

Der Türke Ali Agca hatte Papst Johannes Paul II. auf dem Petersplatz mit mehreren Schüssen schwer verletzt. Die Hintergründe der Tat sind bis heute nicht geklärt. Eine italienische Untersuchungskommission sah im vergangenen Jahr durch eine neue Analyse eines Fotos Indizien für eine so genannte bulgarische Spur erhärtet. Nach dieser Version könnte der bulgarische Geheimdienst und damit mittelbar der sowjetische KGB hinter dem Attentat des Auftragsmörders Agca stehen.

Quelle: afp

 
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