kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Guantanamo-Häftling: Politiker gegen Einbürgerung von Kurnaz

zuletzt aktualisiert: 09.02.2007 - 07:37

Berlin (RPO). Eine Einbürgerung des langjährigen Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz stößt bei Innen- und Rechtspolitiker von Union und SPD auf Bedenken.  Der Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm, sagte in einem Zeitungsinterview, er halte diese Überlegungen von Kurnaz zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Es gebe in dem Fall noch eine Reihe offener Fragen, die zuvor geklärt sein sollten.

"Wir sollten erst einmal den Untersuchungsausschuss abschließen und dann entscheiden", sagte der CSU-Rechtsexperte Norbert Geis ebenfalls in der "Bild"-Zeitung. Auch bei Kurnaz müsse genau geprüft werden, wie er zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehe. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sagte, auch wenn Kurnaz durch die USA schweres Unrecht zugefügt worden sei, sei eine Einbürgerung nur möglich, wenn keine Sicherheitsbedenken bestünden. "Ich hätte damit ein Problem. Die Zuverlässigkeit von Herrn Kurnaz ist für mich nicht geklärt", wird er zitiert.

Kurnaz' Anwalt Bernhard Docke hatte gesagt, sein Mandant erwäge, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Der in Deutschland geborene Sohn türkischer Eltern war 2001 in Pakistan unter Terrorverdacht festgenommen und den Amerikanern übergeben worden. Sie brachten ihn zunächst ins afghanische Kandahar und dann nach ins US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba.

Der Fall Kurnaz ist Gegenstand des BND-Untersuchungsausschusses des Bundestages, der unter anderem die Frage klären soll, ob die rot-grüne Bundesregierung die Entlassung des Guantanamo-Häftlings deutlich früher hätte bewirken können. Kurnaz war erst 2006 nach Intervention des Auswärtigen Amtes auf freien Fuß gesetzt worden.

Quelle: apbackup

 
weitere Artikel
 
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr 

Syrische Deserteure drohen Assad

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Bundespräsident Gauck in Israel

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. Damit brachte er den Zentralrat der Muslime gegen sich auf. Gauck betreibe Geschichtsfälschung. mehr

 

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 
 

Bundesinnenminister Friedrich im Interview

Deutschland schickt 30 Polizeibeamte zur EM

Top-Services