"Es gibt keinen Grund mehr": Politiker wollen Entwicklungshilfe für China stoppen
zuletzt aktualisiert: 27.07.2007 - 08:20Hamburg (RPO). "China ist eine erfolgreiche Hightech-Nation und kein Entwicklungsland." FDP-Politiker Rainer Brüderle verlangt in einem Zeitungsinterview, die Entwicklungshilfe für China zu stoppen. Mit seiner Forderung steht er nicht allein.
"Es gibt keinen Grund mehr, Entwicklungshilfe an China zu zahlen", sagte Brüderle der "Bild"-Zeitung. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Bosbach springt ihm bei. Er sagte dem Blatt: "Die Bundesregierung muss prüfen, ob weiter Entwicklungshilfe gezahlt werden muss!" Nach Angaben der Zeitung erhält China im laufenden Jahr 67,5 Millionen Euro vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
China wird nach einer Prognose des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) im kommenden Jahr den Titel Exportweltmeister von Deutschland übernehmen. Für Chinas Exporte werden für 2007 und 2008 jährliche Wachstumsraten von 20 Prozent erwartet, für Deutschland hingegen nur acht beziehungsweise neun Prozent. Damit werde China die Bundesrepublik nach fünf Jahren an der Spitze ablösen, sagte DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke am Donnerstag voraus.
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