Angst vor Anschlägen: Polizei fordert Terror-Schutzschirm
zuletzt aktualisiert: 02.02.2009 - 06:20Dortmund (RPO). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nimmt die jüngsten islamistischen Terror-Drohungen gegen Deutschland sehr ernst. GdP-Chef Konrad Freiberg warnt vor Sicherheitslücken und fordert ein entschiedenes Vorgehen gegen die Bedrohung.
"Die Situation ist sehr ernst. Alle reden von Rettungsschirmen für Banken und Unternehmen. Wir brauchen endlich einen funktionierenden Schutzschirm gegen den Terrorismus," forderte Freiberg in den Dortmunder "Ruhr Nachrichten".
Es mangele in Deutschland an Sensibilität für die Bedrohungslage. "Die Terrorismusgefahr ist da, aber noch nicht allgegenwärtig. Solange nichts passiert, fehlt einfach das Problembewusstsein," sagte der GdP-Chef.
Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 seien bei der Polizei deutschlandweit 10.000 Stellen abgebaut worden, kritisierte Freiberg. Wegen Personalmangels sei die Polizei "noch nicht einmal mehr in der Lage, die so genannten Gefährder - einen Personenkreis von 60 bis 100 Personen - rund um die Uhr zu überwachen".
Dass Deutschland als drittgrößter Truppensteller in Afghanistan stark gefährdet sei, liege "in der Logik des Terrors". Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz hatten am Wochenende nach mehreren Terrordrohungen im Internet vor Anschlägen im Vorfeld der Bundestagswahl in diesem Jahr gewarnt.
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