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Messer-Attacke von Passau: Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

zuletzt aktualisiert: 17.12.2008 - 06:28

Passau (RPO). Nach dem vermutlich von Rechtsextremisten verübten Mordanschlag auf den Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl hat es zwei weitere Festnahmen gegeben. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen Mann und eine Frau aus München.

"Es gibt einen gewissen Tatverdacht. Die beiden werden jetzt überprüft", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walch der AP und bestätigte damit einen Bericht der "Passauer Neuen Presse". Aus Ermittlerkreisen verlautete, das Pärchen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren sei auf der Beerdigung des Altnazis Friedhelm Busse im Sommer auf einem Passauer Friedhof gewesen. Dort war es zu Ausschreitungen zwischen Rechtsradikalen und der Polizei gekommen.

Mannichl war am Samstag vor seinem Wohnhaus von einem glatzköpfigen Täter mit den Worten niedergestochen worden: "Du trampelst nimmer auf den Gräbern unserer Kameraden rum."

Die Staatsanwaltschaft erklärte, die beiden Verdächtigen seien nach einem Hinweis aus der Bevölkerung am Dienstag zwischen 16.30 Uhr und 17.30 Uhr festgenommen worden. "Ob sich der Tatverdacht erhärtet, kann noch nicht abschließend beurteilt werden." Die "Passauer Neue Presse" meldete, offenbar habe das Kennzeichen eines Wagens, das in Tatortnähe gesehen worden sein soll, auf die Spur der mutmaßlichen Täter geführt.

Zwei bereits am Wochenende festgenommene Rechtsradikale waren am Montag wieder freigelassen geworden. Ein DNA-Vergleich mit den Tatortspuren ergab keine Übereinstimmung. Mannichl hatte die beiden Männer auf Fotos auch nicht wiedererkannt.

Die Staatsanwaltschaft erhob derweil Anklage gegen einen führenden Passauer NPD-Funktionär, der bei der Beerdigung des Altnazis Busse eine verbotene Reichskriegsflagge auf den Sarg gelegt hatte. Wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen könnte ihm eine Freiheitsstrafe drohen, erklärte die Behörde.

Quelle: AP

 
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