kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Gedenkfeier für Protestler im Iran: Polizisten verwehren Mussawi Zugang zum Grab

zuletzt aktualisiert: 30.07.2009 - 18:43

Teheran (RPO).  Mit dem Einsatz von Tränengas ist die iranische Polizei gegen mehrere tausend Demonstranten in Teheran vorgegangen. Die Menschenmenge versammelte sich am Donnerstag am Grab der 27-jährigen Musikstudentin Neda Agha Soltan, die als Märtyrerin der Protestbewegung gegen die Präsidentschaftswahl im Juni verehrt wird. Polizisten hinderten Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi daran, zu dem Grab zu gelangen.

Die Polizei ging gegen die Menge vor, als der Oppositionspolitiker Mahdi Karrubi eine Ansprache halten wollte. Der Präsidentschaftskandidat bei der Wahl im Juni musste nach Angaben aus Oppositionskrisen fliehen, mehrere seiner Begleiter wurden geschlagen.

Anschließend nahmen mehrere tausend weitere Demonstranten an Protesten in anderen Vierteln der Hauptstadt teil. Auch dort kam es wieder zu Zusammenstößen mit der Polizei. Als Reaktion auf den Einsatz von Tränengas setzten Regierungsgegner auf der Waliasr-Straße Reifen und Mülltonnen in Brand.

"Neda lebt, Ahmadinedschad ist tot"

"Neda lebt, Ahmadinedschad ist tot", riefen Demonstranten mit Blick auf Staatschef Mahmud Ahmadinedschad, der nach der umstrittenen Wahl vom 12. Juni eine zweite Amtszeit angetreten hat. Mit den Kundgebungen vom Donnerstag wollte die Protestbewegung der Toten in ihren Reihen gedenken - 40 Tage nach dem gewaltsamen Tod von Neda.

Nach Ablauf dieser Frist finden nach islamischer Tradition stets Gedenkfeiern statt. Die Demonstranten versammelten sich dazu auf dem Friedhof Behescht e Sahra im Süden von Teheran. Eine Trauerfeier in der Mossalla-Moschee im Stadtzentrum wurde verboten. Dort versammelten sich aber ebenfalls mehrere tausend Menschen trotz massiver Polizeipräsenz.

Insgesamt kamen 30 Menschen ums Leben

Neda war eine von zehn Regierungsgegnern, die bei gewaltsamen Zusammenstößen am 20. Juni ums Leben kamen. Insgesamt kamen bei den Protesten nach Angaben eines Parlamentsausschusses 30 Menschen ums Leben.

Zwei prominente iranische Filmemacher wurden am Donnerstag festgenommen, als sie an Nedas Grab Blumen niederlegen wollten. Einer von ihnen ist Dschafar Panahi, dessen Film "Der Kreis" aus dem Jahr 2000 auch in Deutschland gezeigt wurde. Der Film beschäftigt sich kritisch mit der Situation von Frauen im Iran und wurde dort verboten. Zusammen mit Panahi wurde die Dokumentarfilmerin Mahnas Mohammadi festgenommen.

Quelle: AFP/tim

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Präsident im Kriegsmodus

Warum Hollande Syrien mit Militär droht

Präsident im Kriegsmodus

Frankreichs neuer Präsident François Hollande droht Syrien mit einer Militärintervention - ... mehr 

Obama macht Romney zum Vampir

Schmutz-Wahlkampf in den USA

Obama macht Romney zum Vampir

In TV-Spots lässt Obama Romney als "Vampir-Kapitalist" beschimpfen. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Warum Hollande Syrien mit Militär droht

Präsident im Kriegsmodus

Schmutz-Wahlkampf in den USA

Obama macht Romney zum Vampir

Diskussion um Nichtraucherschutz

"Rauchen ist bei jungen Menschen out"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Kristina Schröder besucht Jüdischen Kindergarten

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Familienministerin Schröder hält daran fest: Ab August 2013 soll der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gelten. Am Mittwoch legte sie ein Zehn-Punkte-Programm vor. Mit seiner Hilfe sollen doch noch 160.000 Betreuungsplätze entstehen. "Fast ... mehr

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

 

Ramsauers Vorschlag abgeblockt

Merkel erteilt Pkw-Maut klare Absage

Top-Services