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In Deutschland ist eine Debatte über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan entbrannt. Die Pressestimmen legen den Finger in die Wunde.
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Die Welt: "In Afghanistan herrscht Krieg."
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Märkische Oderzeitung: "Wenn die Sicherheitslage immer katastrophaler wird, folglich der zivile Wiederaufbau nicht vom Fleck kommt und deshalb die Stimmung kippt, stellt sich die Frage nach der Strategie in Afghanistan."
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Lübecker Nachrichten: "Das Ziel bleibt richtig, aber die Strategie muss dringend geändert werden. Mit dem brutalen Anti-Terror-Kampf, wie ihn die Amerikaner führen, muss Schluss sein. Das zivile Engagement gehört aufgestockt, die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte endlich ernsthaft angepackt."
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Kölner Stadt-Anzeiger: "Warum räumt Franz Josef Jung erst jetzt, wenn wieder ein Sarg in der Heimat eintrifft, eine Verschärfung der Lage ein? "
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Schweriner Volkszeitung: "Wieder hat ein deutscher Soldat sein Leben dort im Einsatz verloren. Und wieder stellt sich die Frage: Wofür? "
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Westfalen-Blatt: "Wenn die wirtschaftlichen Probleme des Landes nicht endlich stärker angepackt werden, wenn Korruption und Drogenanbau nicht konsequenter bekämpft werden, stehen die Soldaten, steht auch die Bundeswehr, die am Hindukusch einen guten Job macht, auf verlorenem Posten."
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Wetsdeutsche Zeitung: "Die Bundeswehr wird als Kriegspartei wahrgenommen, nicht als Wiederaufbau-Kommando. Das ist uns gestern auf schreckliche Weise vor Augen geführt worden - wieder einmal."
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Augsburger Allgemeine: "Auch gegenüber der wachsenden Gefahr, dass Pakistan als Verbündeter der Koalition in Afghanistan ausfallen, zum reinen Rückzugsraum der Taliban mutieren könnte, scheint man in Berlin ebenso wie in den anderen Hauptstädten der Afghanistan-Schutzmächte die Augen fest zu schließen."
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Westfalenpost: Worte wie: "Die Verteidigung unserer Freiheit beginnt am Hindukusch,' verlangen jedoch ehrliche Antworten, ob wirklich alles dafür getan wird, das Sterben in Afghanistan zu beenden, den täglichen Tod von Soldaten, Taliban-Kämpfern und Zivilisten."
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Braunschweiger Zeitung: "Das Fatale ist, dass es trotz des Einsatzes der internationalen Schutztruppe Isaf nicht gelungen ist, wirkliche Fortschritte zu erzielen."
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Leipziger Volkszeitung: "Sich angesichts unübersehbarer militärischer Schwierigkeiten jetzt überhastet aus Afghanistan zurückzuziehen, würde bedeuten, das Land den Taliban zu überlassen - und es wieder zum sicheren Hafen für Terroristen zu machen."
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Hannoversche Allgemeine Zeitung: "Die Völkergemeinschaft sollte zwei Versäumnisse so schnell wie möglich ausbügeln: Sie muss ihre zivile Wiederaufbauhilfe verstärken, damit die Menschen den Nutzen der internationalen Präsenz in ihrem Lande besser erkennen. Außerdem sollte sie die Afghanen stärker in die Pflicht nehmen, mit eigenen Leistungen zum Neustart beizutragen."
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Rheinische Post: "Die Soldaten sind vom Bundestag in diese Mission geschickt worden. Die Politik muss jetzt sagen, wie sie den gefährlich vor sich hin dümpelnden Afghanistan-Einsatz zum Erfolg bringen will. Darauf haben die Soldaten einen Anspruch."
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Neue Osnabrücker Zeitung: "Ist es das wert? Wann immer deutsche Soldaten in Afghanistan ihr Leben verlieren, ist eine besonders klare Antwort auf diese Frage gefordert. Mit dem 28. Todesfall in den deutschen Reihen zeigt sich aber: Regierung, Bundestag und militärischer Führung fällt es schwerer denn je, darauf überhaupt zu antworten."