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Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrzin versetzt mit seinen Thesen über muslimisches Erbgut die Republik in Aufruhr. Das zeigt auch ein Blick in die Presse.
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Frankfurter Allgemeine: "Wer in Deutschland von einem Gen der Juden spricht, dem ist nicht mehr zu helfen. "
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Süddeutsche Zeitung: "Integration ist nur möglich, wenn man nicht in Horrorszenarien flüchtet, sondern den Muslimen wirklich eine Chance gibt. Sie ihnen zu verweigern, ist kein Privileg des unglücklichen Herrn Sarrazin. Auch der Durchschnittsbürger mag Anhänger der Integration sein; aber nur, solange seine Kinder die Schulbank nicht mit 25 Türken und Arabern teilen."
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Neue Osnabrücker Zeitung: "Die Politik darf nicht den Fehler machen, nach dem Sturm um Sarrazin einfach zur Tagesordnung überzugehen. Denn sonst entstünde der falsche Eindruck, ein Mahner sei mundtot gemacht worden, ohne die Defizite ernsthaft anzugehen."
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Bild: Dass die üblichen Spezialisten für öffentliche Empörung aufheulen, war zu erwarten. Dass sich viele unserer Politiker daran beteiligen, ist tolldreist. Denn sie sind es, die den von Sarrazin und der Bevölkerungsmehrheit beklagten Zustand zugelassen haben.
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Neue Zürcher Zeitung (Schweiz): "Es ist höchste Zeit, die Bundesbank auch personell von der Politik zu lösen und die Stellen im Vorstand öffentlich auszuschreiben, anstatt nach Parteibüchlein zu vergeben."
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Tageszeitung: "Thilo Sarrazin hat es geschafft: Halb Deutschland grübelt, wie man ihn am schnellsten loswird. "
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La Stampa (Italien): "Etwas im deutschen Integrationsmodell hat nicht funktioniert. Und auch wenn Thilo Sarrazin die denkbar schlechtesten Worte gewählt hat, um darüber zu sprechen, bleibt das Problem bestehen."
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Die Welt: "Statt über die eklatanten Versäumnisse unserer Politik diskutieren wir nun, ob Sarrazin Rassist ist oder nicht. Was für eine verschenkte Gelegenheit."
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tz: "Natürlich hat auch Sarrazin wie alle anderen Bürger das Recht auf Frechheit wie Dummheit. Nur: Sarrazin spricht eben nicht als Bürger. Er schwindelt schon mit der Behauptung, als Privatmann sein Buch zu bewerben. Denn für die Meinung eines 65-jährigen Ex-Bahn-Beschäftigen über Migranten würde sich kaum einer interessieren."