kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

NS-Opfer: Früherer NS-Richter gehört nicht in Bundesversammlung: Protest gegen Filbinger als Wahlmann

zuletzt aktualisiert: 19.05.2004 - 16:13

Berlin (rpo). Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger geht für die CDU als Wahlmann in die Wahl des Bundespräsidenten am Sonntag. Damit löst er wegen seiner NS-Vergangenheit Proteste aus.

Vertreter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und des Auschwitz-Komitees demonstrierten am Mittwoch gemeinsam mit PDS-Politikern vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen die Berufung des 90-jährigen früheren NS-Marinerichters in die Bundesversammlung. Die Nominierung Filbingers sei eine Zumutung für alle, "die unter dem Hitler-Faschismus gelitten haben", erklärte die PDS-Wahlfrau Katja Kipping. Kritik kam auch von den Grünen.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes warnte, mit Filbinger ziehe in die Bundesversammlung der "Geist eines Unbelehrbaren" ein, "der aus der deutschen Geschichte nichts gelernt hat". Der Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Volker Beck bezeichnete es als "unverständlich", welches Signal die CDU mit der Nominierung Filbingers aussenden wolle. Es sei verwunderlich, dass CDU-Chefin Angela Merkel "hier nicht die Reißleine zieht", sagte Beck der Nachrichtenagentur AFP.

Filbinger hatte 1978 als Ministerpräsident zurücktreten müssen, weil er seine Beteiligung an Todesurteilen als Marinerichter kurz vor Kriegsende mit dem Satz verteidigte: "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein." In die Bundesversammlung, die am Sonntag den Nachfolger von Bundespräsident Johannes Rau wählt, wurde er von der CDU Baden-Württemberg entsandt.


 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Nordkorea nennt sich selbst Atommacht

Neue Verfassung

Nordkorea nennt sich selbst Atommacht

Nordkorea bezeichnet sich in seiner neuen Verfassung selbst als Atommacht. mehr 

Altmaier sucht Konsens bei der Energiewende

Umweltminister präsentiert Arbeitsprogramm

Altmaier sucht Konsens bei der Energiewende

Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier will bei der Umsetzung der Energiewende keinen ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Umweltminister präsentiert Arbeitsprogramm

Altmaier sucht Konsens bei der Energiewende

Förderungen im Zuge der Energiewende

Union will Millionenprogramm für Stromspeicher

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Umweltminister präsentiert Arbeitsprogramm

Altmaier sucht Konsens bei der Energiewende

Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier will bei der Umsetzung der Energiewende keinen Streit mit Ländern, Wirtschaft oder Umweltverbänden. mehr

 

Förderungen im Zuge der Energiewende

Union will Millionenprogramm für Stromspeicher

 

Interview mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler

"Union darf nichts mehr draufsatteln"

 

Rechts- und Linksextremismus

Schünemann für gemeinsames Abwehrzentrum

 

Machtkampf bei der Linken

Wagenknecht lässt Kipping den Vortritt

 
Top-Services