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Gipfelgegner klagen an: Provozierten Zivilbeamte Demonstranten?

zuletzt aktualisiert: 07.06.2007 - 10:40

Rostock (RPO). Gipfelgegner werfen der Polizei vor, Zivilbeamte zur gezielten Provokation von Krawallen eingesetzt zu haben. Die Demonstranten berichteten am Donnerstag von einem Polizisten in Zivil, der am Mittwoch Blockierer zu Straftaten habe anstacheln wollen.

Der Mann sei von Demonstranten aus Bremen als Bremer Polizist identifiziert worden, sagte Henning Obens von der Blockadegruppe Block G-8.

"Er gehörte zu einer Gruppe von fünf Leuten", sagte Obens in Rostock über den Vorfall vom Mittwoch am Blockadepunkt Rennbahn. Obens kündigte an, Fotos von dem Mann zu veröffentlichen, falls die Polizei den Vorfall nicht bestätige. Sprecher der Polizeisondereinheit Kavala wollten den Vorfall auf Nachfrage nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren.

Laut Obens waren die fünf Männer in schwarz gekleidet mitsamt Kapuzenpullovern. Sie hätten versucht, eine Gruppe von tschechischen Autonomen aufzustacheln. "Er hat versucht, mit denen etwa loszumachen", sagte Obens. Daraufhin seien die Männer von anderen Demonstranten zur Rede gestellt worden.

Während vier von ihnen flüchten konnten, sei ein Mann umringt worden. "Wir haben ihn aufgefordert, sich auszuweisen oder zu sagen, von wo er kommt", sagte Obens. Daraufhin habe der Mann die übrigen Demonstranten nur noch mit "Sie" angesprochen und jede Auskunft verweigert.

Als der mutmaßliche Zivilpolizist beharrlich alle Angaben verweigerte, sei er zu Polizeikette geführt worden und dort einer Festnahmeeinheit übergeben worden. Ein anderer mutmaßlicher Zivilpolizist aus der Gruppe sei schon vorher durch die Polizeikette verschwunden, sagte Obens.

Quelle: ap

 
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