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Holocaust-Leugner
Rechtsextremist Horst Mahler will in Ungarn Asyl suchen

Rechtsextremist Horst Mahler will in Ungarn politisches Asyl suchen
Horst Mahler will nach Ungarn ausreisen. (Archivbild von 2009) FOTO: dpa, th_cu hpl
Berlin. Der Rechtsextremist Horst Mahler hat offenbar den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán um politisches Asyl gebeten. Mahler war 2009 wegen Leugnung des Holocausts zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. 

Dieser Schritt geht nach einem Bericht der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" aus einer Erklärung hervor, die Mahler veröffentlichte. Darin heißt es: "Ich habe am 12. Mai 2017 den Führer der Ungarischen Nation, Viktor Orbán, ersucht, mir als politisch Verfolgtem Asyl in Ungarn zu gewähren." Am Schluss der Erklärung steht: "Im Vertrauen auf den Freiheitssinn des Volkes der Ungarn lege ich mein Schicksal in die Hände seiner Regierung." Dann folgt die handschriftliche Signatur Horst Mahler.

Der 81-jährige ehemalige Anwalt hatte sich zuvor einem erneuten Gefängnisaufenthalt in der Stadt Brandenburg/Havel entzogen. In einem am 9. April im Internet veröffentlichten Video sagte Mahler, er werde Asyl in einem "aufnahmebereiten, souveränen Staat" erbitten.

Mahler hatte seit 2009 eine zehnjährige Gefängnisstrafe wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocausts verbüßt. Im Sommer 2015 erhielt er wegen einer schweren Erkrankung Haftverschonung. Ende vergangenen Jahres hatte das Oberlandesgericht Brandenburg die Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung aufgehoben. Der einstige Linksradikale, der sich zum Rechtsradikalen wandelte und als unbelehrbar gilt, hatte sich anhaltend antisemitisch geäußert.

(juju/dpa)
 
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