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Korruptionsverdacht
Regensburger Oberbürgermeister wird angeklagt

Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs wird wegen Korruptionsverdacht angeklagt
Joachim Wolbergs im Jahr 2014 in Regensburg. FOTO: dpa
Regensburg. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den suspendierten Regensburger Oberbürgermeister erhoben. Ihm wird unter anderem Bestechlichkeit in zwei Fällen vorgeworfen.

Die Anklage erfolgt nach umfangreichen Ermittlungen zum Regensburger Korruptionsskandal Joachim Wolbergs (SPD) würden Bestechlichkeit in zwei Fällen, Vorteilsannahme, zwei wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen und Verstöße gegen das Parteiengesetz vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Regensburg am Donnerstag mit.

Zudem wurde gegen drei weitere Personen Anklage erhoben, darunter ein Bauunternehmer. Ihm werde spiegelbildlich Bestechung in zwei Fällen, Vorteilsgewährung sowie Mittäterschaft bei den widerrechtlichen Absprachen vorgeworfen, so die Behörde.

In der Affäre geht es um eine Grundstücksvergabe an eine Baufirma.
Wolbergs soll unter anderem den mitangeklagten Unternehmer bei der Vergabe eines früheren Kasernenareals im Oktober 2014 bevorzugt haben. Er erhielt der Staatsanwaltschaft zufolge geldwerte Vorteile für sich und ihm nahestehende Personen in Höhe von rund 120.000 Euro von dem Bauunternehmer. Wolbergs' Anwalt teilte mit, an der Haltung seines Mandanten habe sich nichts geändert – "die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weist er unverändert entschieden zurück".

(das/dpa)
 
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