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Kampf gegen Zwangsprostitution: Regierung will hohe Strafen für Freier

zuletzt aktualisiert: 17.05.2008 - 17:22

Hamburg/Berlin (RPO). Die große Koalition will Freier von Zwangsprostituierten mit hohen Haftstrafen abschrecken. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) habe einen Diskussionsentwurf zu dem Thema erarbeiten lassen, sagte ein Ministeriumssprecher am Samstag in Berlin.

Der Entwurf sei noch in einem "sehr frühen Stadium", solle aber noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag vorgenommen, die Strafbarkeit der Freier von Zwangsprostituierten zu regeln. Nähere Angaben zum Inhalt des Diskussionsentwurfs wollte der Sprecher nicht machen.

Das Justizministerium schlägt dem "Spiegel" zufolge vor, den Paragrafen 179 im Strafgesetzbuch zu ändern: Wer jemanden unter "Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist", sexuell missbraucht, soll künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden können.

Rechtspolitikern der Union geht der Entwurf dem Hamburger Magazin zufolge nicht weit genug. Der Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder (CDU) will Freier schon dann bestrafen, wenn sie "leichtfertig nicht erkennen", dass sie es mit einer Zwangsprostituierten zu tun haben. Wer also blaue Flecken auf dem Körper einer solchen Hure ignoriere, müsse mit Strafe rechnen.

Quelle: afp

 
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