kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

"Elena" betrifft 40 Millionen Beschäftigte: Regierung will umstrittenes Datenregister nachbessern

zuletzt aktualisiert: 01.01.2010 - 22:23

Essen/Lüneburg (RPO). Nach heftiger Kritik am neuen elektronischen Einkommensnachweis "Elena" will das Bundesarbeitsministerium jetzt nachbessern. Zumindest Streiktage sollen nicht mehr zugeordnet werden können.

Das Datenerfassungssystem war in die Kritik geraten, weil unter anderem auch legale und illegale Streiktage, Fehlzeiten, Kündigungsgründe und Abmahnungen erfasst werden sollen. Nun hat das Bundesarbeitsministerium eine Überarbeitung der Erfassungsbögen angekündigt. Eine direkte Zuordnung der Streiktage eines Beschäftigten soll dabei unmöglich gemacht werden, meldet die "Tagesschau".

"Elena" ist das größte Datenerfassungs- und Datenvernetzungsprojekt der Bundesregierung. Es verpflichtet alle Arbeitgeber seit 1. Januar, sämtliche einkommensrelevanten Informationen über ihre Beschäftigten an die Deutsche Rentenversicherung in Würzburg zu übermitteln.

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, verlangt von Facebook und Google mehr Sensibilität im Umgang mit Daten. Foto: AP

Auf Grundlage des so entstehenden Datenpools soll ab 2012 zunächst der Bezug von Arbeitslosen-, Wohn- und Bundeselterngeld zügiger und ohne Papierkram abgewickelt werden.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar äußerte Zweifel an der Vermassungsmäßigkeit des Projekts. Die Frage, ob es verhältnismäßig sei, "dass für eine relativ kleine Zahl von Gehaltsnachweisen eine solche Datensammlung stattfindet", sei noch nicht befriedigend beantwortet, sagte Schaar der "Landeszeitung Lüneburg".

"Und das könnte Konsequenzen haben im Hinblick auf die verfassungsrechtliche Zulässigkeit." Auf sein Drängen hin seien allerdings eine Vielzahl ausgefeilter Schutzmaßnahmen eingebaut worden, die einen Missbrauch der Daten sehr unwahrscheinlich machten.

Er habe erreichen können, dass anders als vorgesehen keine Streikdaten erfasst würden. "Das ginge weit über das hinaus, was wir bisher in irgendeiner Datenbank haben und hätte größte Sprengkraft", mahnte der Datenschützer. Einige Punkte, insbesondere welche Daten bei einer Kündigung gespeichert werden, sind aber noch nicht endgültig geklärt. 

Quelle: DDP/top

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Nach dem jüngsten Massaker in Syrien ist in der internationalen Gemeinschaft eine Debatte über einen möglichen Militäreinsatz entbrannt. mehr 

Wie die Politik den Fußball verändern will

Innenminister tagen

Wie die Politik den Fußball verändern will

Die Gewalt in und um Fußballstadien beschäftigt die Innenminister. Auf ihrer Tagung in Mecklenburg-Vorpommern wollen sie beraten, wie sich R ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

144559991

Innenminister tagen

Wie die Politik den Fußball verändern will

Die Gewalt in und um Fußballstadien beschäftigt die Innenminister. Auf ihrer Tagung in Mecklenburg-Vorpommern wollen sie beraten, wie sich Randale verhindern lassen. Das Aus für Stehplätze, Gesichtsscanner beim Einlass, personalisierte Tickets - der ... Von Philipp Stempel  mehr

 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Top-Services