Auch Einsatz bei WM: Reiterstaffeln sollen Präsenz der Polizei verstärken
zuletzt aktualisiert: 13.03.2006 - 10:40Dortmund (rpo). Die NRW-CDU hat ein Wahlversprechen eingelöst - und zwei neue Reiterstaffeln eingerichtet. Die beiden Staffeln sollen nun die Polizei in den Innenstädten des Landes unterstützen und - unter anderem während der Fußball-WM - zur Sicherheit beitragen.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Ingo Wolf (FDP) will mit den beiden neuen Landesreiterstaffeln die Präsenz der Polizei in den Innenstädten verstärken. Die Polizeireiter sollten dazu beitragen, dass sich die Menschen sicherer fühlten, sagte Wolf am Montag bei der Vorstellung der Staffeln in Dortmund. Die 50 Reiter und 40 Pferde sollen landesweit die Polizeibehörden unterstützen, beispielsweise bei der Überwachung von Kriminalitätsbrennpunkten.
Geplant ist auch ihr Einsatz bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer, wie Wolf sagte. Sie werden zudem wieder bei Demonstrationen und Bundesligaspielen zu sehen sein. Die beiden Staffeln sind den Polizeibehörden Düsseldorf und Dortmund zugeordnet. Für das Leasing der Pferde zahlt das Land pro Jahr 33.500 Euro. Die Unterbringungskosten sind nach Angaben des Ministeriums derzeit noch unklar, da die Ausschreibungsverfahren andauern. Für die einmalige Anschaffung von 20 Fahrzeugen und Anhängern wurden rund 900 000 Euro investiert.
Die rot-grüne Vorgängerregierung hatte Ende 2002 beschlossen, die damals landesweit zehn Reiterstaffeln aus Kostengründen abzuschaffen. Dies löste in der Bevölkerung, bei Polizeigewerkschaften und den damaligen Oppositionsfraktionen von CDU und FDP eine Welle des Protests aus. Mit der Einrichtung von zwei neuen Staffeln löst die schwarz-gelbe Landesregierung nun ein Wahlversprechen ein.
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