Bundesgesundheitsministerium: Rendite bei Renten auch künftig positiv
zuletzt aktualisiert: 31.05.2005 - 18:20Berlin (rpo). Das Bundesgesundheitsministerium hat erklärt, dass die Rendite bei Renten auch künftig positiv sein wird und damit Berechnungen des Freiburger Instituts für Finanzwissenschaften widersprochen, wonach heutige Renten-Zahler größtenteils nicht einmal den Wert ihrer monatlichen Beiträge zurückerhalten.
Die Berechnungen seien nicht nachvollziehbar, auch weil sie nicht transparent gemacht würden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Dienstag in Berlin.
Anders als der Freiburger Rentenexperte Bernd Raffelhüschen komme die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) bei ihren Berechnungen zu anderen, nach wie vor positiven Rendite-Ergebnissen. Dies sei auch beim Sachverständigenrat und beim Sozialbeirat der Fall. Raffelhüschen sei daher mit seinen Berechnungen ein "Außenseiter", sagte die Sprecherin.
Auch heutige junge Beitragszahler können hoffen
BfA-Präsident Herbert Rische erklärte, auch die heute jungen Beitragszahler bekämen von der gesetzlichen Rentenversicherung mehr ausgezahlt als sie als Beitrag einzahlten. Die Rendite der Rentenbeiträge werde für die heute 20-Jährigen zwar geringer ausfallen als für die gegenwärtige Rentnergeneration, sie bleibe aber mit zwei bis drei Prozent "deutlich positiv". Ein BfA-Sprecher nannte die Zahlen Raffelhüschens "völlig unrealistisch".
Der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) betonte, dass trotz des langfristig sinkenden Rentenniveaus die Rendite der gesetzlichen Rente auch in den kommenden Jahrzehnten deutlich positiv bleiben werde. Die vom MDR am Montag vorab veröffentlichten Zahlen seien nicht neu. Für Standardrentner des Geburtsjahrgangs 1940 mit einem Rentenbeginn 2005 werde bei Männern eine nominale Rendite von 4,1 Prozent, für die Frauen von 4,7 Prozent errechnet. Für Standardrentner des Geburtsjahrgangs 2010 mit einem Rentenbeginn 2075 seien die nominalen Renditen von 2,9 Prozent für Männer und 3,6 Prozent für Frauen weiter positiv und damit höher, als die voraussichtliche durchschnittliche Inflationsrate. Die Renditen blieben also positiv.
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